Archiv des Autors: Institut für Medienverantwortung

Digitalisierung an Schulen fordert es, die entsprechenden Kompetenzen zu vermitteln

„Was braucht man in einer globalisierten und digitalisierten Zukunft?“, fragt Martin Korte in ‚Forschung & Lehre‘ und gibt auch gleich die Antwort: „Überraschender Weise ganz menschliche Fähigkeiten, die neben der ‚Digital literacy‘ Unterrichtsziel bleiben sollten: Team- und Kommunikationsfähigkeit, Eigenverantwortung und Selbstmanagement-Kompetenzen, Lebenslanges Lernen, ganzheitliches Denken sowie Handeln und Kreativität. Auch Wissen bleibt eine Kernkompetenz: Neues Wissen intelligent und eigenständig einordnen zu können in ein bestehendes Wissenssystem beziehungsweise dieses Wissen hinterfragen zu können, das erst ist Bildung.“ Deshalb fordert er: „Alle Schülerinnen und Schüler (und auch Studierende) sollten diejenigen Grundkenntnisse erwerben, die für das Verstehen digitaler Systeme unverzichtbar sind.“

Auch wir fordern vor allem den kritischen Umgang mit Medien zu lehren! Vor den Erwerb von Medienkompetenz gehört nämlich der Erwerb von Sozialkompetenz, und dabei vor allem das NEIN-Sagen – etwa bei Phishing-Mails, Einladungen von Fremden, Datenpreisgabe beim Herunterladen von Apps und mindestens noch das Nicht-Antworten auf Verbalattacken. Darum fordern wir seit langem eine Einführung digitalisierter Medienpädagogik erst ab einer geeigneten Entwicklungsstufe und die Förderung eines kritischen Umgangs mit Medien sowie allgemeine Medienbildung als Demokratiebildung.

Zum ganzen Artikel geht es hier:

Nach Anschlag in Halle – Die Gamer-Szene ist nicht (wirklich) das Problem

Man müsse die Gamer-Szene stärker in den Blick nehmen, behauptete letzte Woche Innenminister Seehofer nach den Anschlägen in Halle.

In diesem Zeit-Artikel wird Lars Klingbeil, SPD-Generalsekretär, zitiert, der treffend formuliert: „Das Problem heißt Rechtsextremismus, nicht Gamer oder sonst was.“

Ja, in der Gamer-Szene gibt es einige Probleme, auf die das IMV und der Verein gegen „Mediengewalt“ seit längerem aufmerksam macht.

In diesem Zusammenhang auf sie hinzuweisen scheint jedoch eher davon ablenken zu wollen, sich politisch ernsthaft mit der Problematik des wachsenden Rechtsextremismus und Rassismus in Deutschland auseinanderzusetzen und dafür entsprechende Lösungen anzubieten. Dieses Manöver gilt es zu durchschauen.

Spielsucht bei Computerspielen – zwei Minderjährige verklagen Epic Games

Das Spiel Fortnite von Epic Games soll absichtlich so entwickelt worden sein, dass es süchtig macht. Zwei Minderjährige in Kanada verklagen nun den Konzern. Bei Online-Games kann nicht nur die Sucht zum Problem werden, durch versteckte Kosten geraten Süchtige auch finanziell in Bedrängnis.

Video mit Einschätzung und Tipps gegen Spielsucht eines Experten auf der Website.

HateAid – Hilfe gegen Hass im Netz

Die Organisation HateAid hilft nicht nur Betroffenen von Hass im Internet, sie klärt auch darüber auf, wie er funktioniert: „HateAid klärt über die gesamtgesellschaftlichen Gefahren für Demokratie und Meinungsfreiheit auf. Wir stärken diejenigen, die Gewalt im Netz ausgesetzt sind, und zeigen potentiellen Täter*innen, dass ihre Taten Konsequenzen haben. Wir schützten dadurch den Erhalt unserer Demokratie.“ Mehr Informationen gibt es auf ihrer Website:

Cybermobbing unter Kindern und Jugendlichen

An der Freien Universität Berlin wurde im August das Projekt „Blurred Lives“ vorgestellt – eine Studie, die sich mit dem Problem Cybermobbing bei sozioökonomisch benachteiligten Jugendlichen beschäftigt. Die Berliner Jugendlichen scheinen dabei im europäischen Vergleich sowohl vermehrt Opfer also auch Verursacher*innen von Cybermobbing zu sein. Ein Problem, dem unbedingt mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte, finden die befragten Jugendlichen. Hier der Artikel des Tagesspiegels:

Das Thema künstliche Intelligenz – von KiKa für Kinder aufbereitet

Ist es möglich, Computern Fairness beizubringen? Können Algorithmen zu einer fairen Bewertung von Leistung beitragen? Oder sogar bei Gerichtsprozessen helfen? KiKa hat das Thema mit und für Kinder aufbereitet.

https://https://www.kika.de/erde-an-zukunft/sendungen/sendung112948.html

Pressemitteilung: Keine Gemeinnützigkeit für eSport

Pressemitteilung vom 26.08.2019 zum Gutachten von Prof. Fischer gegen die Gemeinnützigkeit von eGaming

Das Institut für Medienverantwortung und der Verein Mediengewalt – internationale Forschung begrüßen das kritische Gutachten von Prof. Dr. Peter Fischer und erneuern ihre Forderung, das für die IT-Branche betriebene Lobbying innerhalb wie außerhalb des Bundestages endlich einzustellen.

Der Deutsche Olympische Sportbund hat ein Gutachten zum Thema eGaming und Ge-meinnützigkeit in Auftrag gegeben und am 10. August 2019 das Ergebnis erhalten. Prof. Dr. Peter Fischer, Rechtanwalt und Vorsitzender Richter am Bundesfinanzhof , hat die ökonomischen wie bildungspolitischen Voraussetzungen zur angestrebten Anerkennung des sog. eSports untersucht und kommt zu einem vernichtenden Urteil – die Kriterien für eine Gemeinnützigkeit sind nicht erfüllt.


Warum könnte der DOSB etwas gegen die Anerkennung von eGaming als gemeinnütziger Sportart haben?, mag sich der Laie fragen, der gerne für sein Kind steuerbegünstigte Vereinsbedingungen hätte. Tatsächlich würden viele Vereine gerne ihr Portfolio in Richtung Computerspiele steuerbegünstigt erweitern. Aber aus Sicht des Sportverbands würde eine solche Anerkennung den Sportbegriff verwässern. Dies bestätigt das Gutachten.

Da für uns, als im Bereich Medienbildung tätige Organisationen, besonders der Aspekt der pädagogischen und bildungspolitischen Fragen von Bedeutung ist, weisen wir auf zentrale Stellen im Gutachten hin und untermauern damit unsere Forderung die Bildungsaspekte in den Vordergrund und die Technisierungsaspekte in den Hintergrund zu stellen, bzw. diese an den Vorgaben und Bedingungen für erfolgreiches Lernen auszurichten.

Prof. Fischer entlarvt fast beiläufig die PR-Strategien der Computerbranche und ihrer Für¬sprecher – etwa, wenn er die Instrumentalsierung von Zielen wie „Bildung“, „Jugendkultur“ und „Medienkompetenz“ entblößt. Damit liefert der Gutachter selbst einen Beweis für die Medien¬¬kompetenz, die wirklich angestrebt sein sollte und die nicht im Fokus der Industrie und ihrer Lobbyisten steht. Der Verfasser des Gutachtens weist auf fehlende Kernaspekte von gesundheitsförderndem Sport in Bewegung, auf die Bevorzugung von Gewalt- statt Sportspielen sowie auf eine in diesem Zusammenhang attestierte Suchtgefahr hin.

Auch dem verbreiteten Trick, für die Digitalisierung als Bildungschance zu werben, erteilt der Experte eine Absage:
„Auch in der aktuellen Bildungspolitik spielen die Anforderungen einer ständig zunehmend digitalisierten Gesellschaft eine Rolle. (…) Dadurch, dass man einem Erstklässler ein Tablet in die Hand drückt, will man sich davon dispensieren, ihm die existenznotwendigen Kulturfertigkeiten beizubringen: Rechtschreibung in flüssiger Schreibschrift, Kopfrechnen, die Fähigkeit, sich mündlich und schriftlich gramma¬tikalisch korrekt auszudrücken und ein Gedicht auswendig zu lernen. Das Stichwort der Digitalisierung ist Blendwerk, weil damit Anderes gemeint ist als das Herum¬wischen auf einem Bildschirm.“

Hiermit geht der Gutachter über das Anliegen der Lobbyisten, eGaming als Teil einer not-wendigen Digitalisierung zu erachten, hinaus und weist auf das Problem der zu frühen Einführung technischer Hilfsgeräte hin, die Kinder in sensiblen Entwicklungs¬phasen auf¬grund der einfachen Bedienung – Stichwort: Sprachdienste – vom Erlernen grundlegender Kultur¬techniken abhalten und damit echte Bildung behindern.

Wir veröffentlichen diese Erklärung in großer Trauer um den Vorsitzenden des Vereins gegen Mediengewalt, Dr. Werner Hopf, der kürzlich unerwartet verstarb. Damit bezeugen wir gleichzeitig unsere Bereitschaft, in seinem Sinne den Kampf um die sozial-wirksame Bildung fortzuführen.

Prof. Dr. Sabine Schiffer                                             Prof. i.R. Dr. Dr. Günter Huber

Institutsleitung                                                               2. Vorsitzender

Institut für Medienverantwortung                              Mediengewalt – internationale Forschung e.V.

Wenn Kinder fragen…

… hinter die Computer-Kulissen gucken für die Kleinsten. Ein Ansatz aus Finnland. Die Autorin weist darauf hin, dass man auch vor der Einführung von Technik anhand etwa von Kuchenrezepten bereits Lehrinhalte über Algorithmen und Progarmmieren vermitteln kann – wenn Eltern das wissen …

Programmier dir deine welt | Hello Ruby

Programmier dir deine welt | Hello Ruby

Mit Hello Ruby kann man auf die wohl wundersamste Weise der Welt etwas über Computer, Technik und Codes lernen.

Quelle: www.helloruby.com/de

Debatte über Bildung und Digitalisierung

… was nicht verwechselt werden darf.  Nachhörenswert! Es bedarf eines pädagogischen Konzepts… Unsere Rede!

DUISBURGER RATHAUSGESPRÄCHE | DIGITALISIERUNG DER BILDUNG | 7. OKTOBER 2018

DUISBURGER RATHAUSGESPRÄCHE | DIGITALISIERUNG DER BILDUNG | 7. OKTOBER 2018

Die „Duisburger Rathausgespräche“ feiern Premiere bei STUDIO 47! Das Thema der ersten Talk-Runde: „Digitalisierung der Bildung“. Zu Gast …

Quelle: www.youtube.com/watch?v=VGmuP3V-jBc