Archiv für den Monat: September 2017

Eine neue Studie zur Digitalisierung

Und man fragt sich, warum McDonald’s (richtig, die Fast-Food-Kette) das renommierte  Allensbach-Institut beauftragt, herauszufinden was die Jugend von Digitalisierung hält. Welche Interessen stehen hinter dieser Studie?
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Digitalisierung: Kein »Schreckgespenst« für den Nachwuchs

Digitalisierung: Kein »Schreckgespenst« für den Nachwuchs – buchreport

Nach wie vor sehen Manager in vielen Medienunternehmen die Digitalisierung als Bedrohung oder zumindest als unbequem. Der Nachwuchs ist da wesentlich optimistischer. Dies zeigt die neue Allensbach-Jugendstudie unter Leitung von Klaus Hurrelmann. Auftraggeber war McDonald’s.

Source: www.buchreport.de/2017/09/27/digitalisierung-kein-schreckgespenst-fuer-den-nachwuchs-2/

Sinneswandel?

Die Seite Bildungsklick ist nicht unbedingt für eine kritische Haltung zur Digitalisierung bekannt, daher überrascht uns dieses Interview mit Prof. Lankau. Aber angenehm!

Digitalisierung der Bildung öffnet der Privatisierung der Bildung die Türen, Firmen erhalten Zugang zur Schulwelt, erschließen sich neue Kundenkreise und ziehen neue Konsumenten heran.

Lernen Kinder dadurch nicht nur anders, sondern besser? In wie weit ist Bildung dann noch eine staatliche Aufgabe und unter staatlicher Kontrolle, wenn die Mittel dazu von profitorientierten, marktbeherrschenden Firmen kommen?
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€žDie Digitalisierung an Schulen ist ein Produkt der Industrie€œ

Bei der Digitalisierung der Bildung bedient die Politik zu sehr die wirtschaftlichen Interessen der IT-Industrie, meint Prof. Dr. Ralf Lankau. Im Gespräch mit Pia Behme warnt der Dozent für Medien und Informationswesen an der Hochschule Offenburg vor einer Privatisierung der Bildung.

„Die Digitalisierung an Schulen ist ein Produkt der Industrie“ – bildungsklick.de – macht Bildung zum Thema

© bildungsklick TV

Herr Prof. Lankau, wie lassen sich digitale Hilfsmittel didaktisch sinnvoll einsetzen?
Ich plädiere dafür, das ganze Spektrum zu nutzen, also analoge und digitale Medien. In meinen Vorlesungen zeige ich Bildmaterial und Videos, aber lese auch aus der Zeitung vor. Pädagogisch hat sich nichts geändert, nur weil ich mit digitalen Medien arbeite. In der aktuellen Diskussion um digitale Lernmittel an Schulen geht unter, dass wir nach Lebensalter, Schulformen und Fächern unterscheiden müssen. Im Digitalpakt#D oder dem Strategiepapier „Bildung in der digitalen Welt“ der Kultusministerkonferenz wird immer von digitaler Bildung für jedes Lebensalter gesprochen. Das geht in eine völlig falsche Richtung. Ich arbeite schwerpunktmäßig mit jungen Erwachsenen, die ich ganz anders fordern kann als beispielsweise Grundschüler. Man muss sich überlegen, wer die Zielgruppe ist, und sich die Frage stellen: Wie kann ich durch Medien den Unterricht und die Vermittlung unterstützen?

Source: bildungsklick.de/schule/meldung/die-digitalisierung-an-schulen-ist-ein-produkt-der-industrie/

Digitalmantra….

… so nennt Gerald Lembke den allgegenwärtigen Ruf nach der möglichst schnellen und umfassenden Digitalisierung der Schulen.

Dass die beteiligten Firmen weniger das Gemeinwohl als vielmehr ihre ganz konkreten Umsatzzahlen im Blick haben, sagen wir schon lange.

Und inzwischen scheint diese Erkenntnis auch anderen zu kommen, wie man am heutigen und auch dem morgigen Beitrag sehen kann.
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IT-Lobbyisten in den Klassenzimmern

IT-Lobbyisten in den Klassenzimmern

Viele können es nicht mehr hören: Der Ruf nach der digitalen Bildung in den Schulen ist mittlerweile Kernthema in politischen Wahlkämpfen sowie auf den einschlägigen Lobby-Messen für die Aus- und Weiterbildung.

Die Personengruppen, die am meisten vom Digitalmantra genervt sind, sind die Lehrer und die Schüler selber. Denn auf deren Rücken tanzen Politiker und IT-Lobbyisten einen seltsamen Tanz, allen voran Bundesbildungsministerin Johanna Wanka und Wirtschafts- und Parteiorganisationen in den Ländern. Der Tanz heißt: „Aufrüstung und digitale Mobilmachung von Kitas und Schulen“. Das Leben von Lehrern und Schülern soll mit digitalen Medien und Medientechnik vereinfacht, ja sogar verbessert werden.

Source: www.sueddeutsche.de/bildung/schule-it-lobbyisten-machen-vor-den-klassenzimmern-nicht-halt-1.3663067

Eine Glaubensfrage?

Dass die Position der Bertelsmann-Stiftung zur medialen Aufrüstung der Schulen nicht neutral ist steht außer Frage, eine Glaubensfrage muss daraus nun aber nicht gerade gemacht werden. Es geht, wie immer, schlicht um Geld.

Hier geht es direkt zur Umfrage auf den Seiten der Bertelsmann-Stiftung.
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Lehrkräfte glauben nicht an digitale Medien

Lehrkräfte glauben nicht an digitale Medien

Schüler fühlen sich durch digitales Lernen aktiviert, Lehrer dagegen überfordert. Eine Bertelsmann-Umfrage zeigt, wo es bei der Digitalisierung hakt.
[…]
Mit dem „Monitor digitale Bildung“ sondiert die Stiftung auch ein wichtiges Geschäftsfeld des Bertelsmann-Konzerns. Die 2016 gegründete „Bertelsmann Education Group“ etwa hat zahlreiche Bildungsanbieter hinzugekauft, vor allem solche, die auf digitale Bildung spezialisiert sind.

 

Source: www.tagesspiegel.de/wissen/computereinsatz-in-der-schule-lehrkraefte-glauben-nicht-an-digitale-medien/20330470.html

Internet für die Kleinsten

Jenseits der Frage, wie sinnvoll welches Angebot in welchem Alter ist, fehlen für die Ausschreibung jegliche Angaben zu den Kriterien für die Förderung sog. Kinderwebsites. Wir gehen davon aus, dass es Qualitätskriterien gibt und würden uns dazu Transparenz wünschen. —

 

Ein Netz für Kinder / Förderprogramm / Startseite

Ein Netz für Kinder / Förderprogramm / Startseite

 

 

Damit Kinder das Internet sinnvoll nutzen können, brauchen sie eigene Angebote, die Inhalte altersgerecht und zugleich interessant darstellen. Daher fördert die BKM im Rahmen dieser Initiative hochwertige Angebote für Kinder von 6 bis 12 Jahren.

Source: www.enfk.de/Foerderprogramm

Aldisierung der Gamesbranche

Computerspiele als Massenphänomen? Wenn man sie bei Aldi kaufen kann, sicherlich. Was für Auswirkungen das auf die bisher recht ordentlichen Margen der Branche hat, wird die Zukunft zeigen.
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Gamescom: Aldi will die Gaming-Branche aufmischen

Gamescom: Aldi will die Gaming-Branche aufmischen

Bei Aldi gibt es nun Spiele für PC und Konsole. Zur Gamescom vertreibt der Discounter im Internet Games. Es gibt Potenzial, die Branche zu verändern.

Düsseldorf: Das ist ungewöhnlich: Zum Start der Spielemesse Gamescom stehen nicht die Spielehersteller in den Schlagzeilen. Stattdessen sorgt Aldi für Aufmerksamkeit: Die Unternehmensgruppen Aldi Nord und Aldi Süd steigen in das Gaming-Geschäft ein. Ab Dienstag bietet der Discounter auf seiner Plattform „Aldi Life“ mehrere Tausend Videospiele von mehr als 100 großen und kleinen Entwicklerstudios zum Download an – und zwar für fast alle Plattformen.

Source: app.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/gamescom-aldi-will-die-gaming-branche-aufmischen/20216480.html