Archiv für den Monat: September 2013

Leitfaden Social Media für Lehrer und Schulleitungen

Dass Bedarf besteht an Leitlinien, wie in der Schule mit Social Media umgegangen werden soll, ist unbestritten. Nur gibt es zumindest in Deutschland nichts Offizielles, jede Schule kann sich ihre eigenen Richtlinien geben und tut dies auch. Diese beschränken sich meist darauf, ein Verbot von Handys auf dem Schulgelände auszusprechen, was in erster Linie die Schülerschaft betrifft.
Aber wie gehen Lehrpersonen mit Social Media um, was gibt es für sie als Lehrende zu beachten, welche Herausforderungen und Risiken gibt es und wie reagiert man darauf?

Diese Fragestellung soll jetzt ein Leitfaden Social Media beantworten, der von den drei Berufsverbänden der Lehrerschaft in Deutschland, Österreich und der Schweiz gemeinsam herausgegeben wurde. Darüber berichtete bildungsklick.de am 25. September in einem Artikel.

Der Leitfaden kann hier als pdf heruntergeladen werden,

Spieleempfehlung – Papers, Please

Doch, es gibt auch Computerspiele die von uns eine Empfehlung bekommen.

„Papers, Please“ ist so eines.
Man ist Grenzbeamter eines totalitären Staates. Das Büro in dem man arbeitet, ist in einer geteilten Stadt. Täglich muss man entscheiden, ob man dieses Großmütterchen aus dem anderen Teil der Stadt seine Enkel in diesem Teil besuchen lässt, oder jenen Familienvater „von drüben“ zu seiner Arbeitsstelle, oder den Bauern mit seiner Ernte zum Markt. Oder vielleicht ist er gar kein Bauer sondern ein Terrorist der einen Anschlag verüben will?

Je mehr Personen man abfertigt, desto mehr verdient man. Macht man einen Fehler, wird einem der Lohn gekürzt. Den Lohn muss man dann abends aufteilen – Miete für die eigene Wohnung, Heizung und Essen für die Familie. Wurde zuwenig verdient, muss die Familie frieren oder hungern, oder gar beides.

Ruhig, ohne Action, zieht das Spiel einen doch in seinen Bann. Und selbst wer mit den besten Vorsätzen und humanitärsten Grundsätzen anfängt zu spielen, wird über kurz oder lang feststellen, dass seine Entscheidungen diesen Vorsätzen und Grundsätzen nicht gerecht werden bzw. direkt widersprechen.
Man wird zum Handlanger eines Regimes, ob man will oder nicht. Man stellt sein eigenes Wohlergehen und das seiner abhängigen Familienangehörigen sehr schnell über das Wohlergehen anderer Menschen, und verwandelt sich in einen unmenschlichen Bürokraten den man selbst nicht leiden kann.
Wir halten das Spiel für geeignet ab ca. 15/16 Jahren.

Und während man seine Beklemmung, die sich beim Spielen einstellt, vielleicht bei einer Lektüre der Tageszeitung abzuschütteln versucht, liest man dort dass die Bundesregierung – die ja nicht gerade als totalitäres Regime bekannt ist – grundsätzlich keine Menschen aus Syrien einreisen lässt. Und schon ist sie wieder da, die Beklemmung.

Ihr Smartphone als Datensammelstelle

Wissen Sie, was die Apps in Ihrem Smartphone (oder dem Ihrer Kinder oder Enkel) alles über Sie wissen?

Vermutlich nicht – wer liest schon die lange Liste der Berechtigungen, die eine App sich herausnimmt, bevor er sie installiert. Und selbst wenn man sie liest, besteht keine Möglichkeit, einzelne Punkte zu ändern oder ganz zu untersagen, also ist man gezwungen, zuzustimmen wenn man auf diese App nicht verzichten will.

Sehr sehr viele Apps erfassen zB. Ihren aktuellen Standort und möchten Ihre Kontakte auslesen. Warum eine Taschenrechner-App das wissen muss, sei dahingestellt.
Die facebook-App ist berechtigt, über einen direkten Zugriff auf den Kontenmanager Konten zu erstellen, zu löschen und Passwörter zu ändern. Sie kennt Ihren Standort, darf Telefonnummern ohne Ihr Eingreifen anrufen, die Kamera ohne Ihr Eingreifen zu nutzen und Bilder sowie Videos aufzunehmen – ohne dass Sie davon etwas mitbekommen – und genauso, Audioaufnahmen zu machen. Sie liest Ihr Anrufprotokoll und weiß, wen Sie wie häufig anrufen, wie lange die Gespräche dauern, und wer Sie anruft oder Ihnen Mails schickt. Ausserdem kann die facebook-App Ihre Kontakte ändern oder löschen.

Wozu all diese Zugriffsmöglichkeiten und Datensammeleien dienen, ist nicht ersichtlich. Vielleicht hat die NSA eine Antwort?

Mehr lesen in diesem Artikel der Frankfurter Allgemeinen – interessant sind auch die Leserkommentare.