Archiv für den Monat: März 2015

Wenn die Medienindustrie NOCH nicht genug verdient hat

Hier ein schönes Beispiel, wie die Sprache die Intentionen verrät – im genannten Fall zufällig konform mit den Unternehmenszielen von Microsoft.

Microsoft bewirbt wieder seine sog. Schlaumäuse-Software

Und hier die unterfütternde Studie passend zur Berufung darauf… das LBS-Kinderbarometer: „Mobile Kommunikation im Kinderzimmer auf dem Vormarsch“

und da heißt es unter anderem: „Die Sozialforscher fanden zudem heraus, dass die internetfähigen Smartphones enorm auf dem Vormarsch sind. In der 4. Klasse müssen noch 3 von 5 Schülern darauf verzichten, in der 7. ist es nur noch 1 von 5.“ Die unterstrichenen Formulierungen geben Auskunft darüber, wo’s hingehen soll. Und was das bedeutet, lesen Sie weder in der Studie noch in den Microsoft-Werbetexten.

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Aber vor allem Weiterlesen im Buch „Bildung und Medien“, denn da steht einiges über die Herkunft der Schlaumäuse-Initiative und weitere „Bildungskampagnen“ …

Verantwortungsvolle Pädagogen bejubeln nicht die Digitalisierung

… und schon gar nicht als Heilsbotschaft für Bildungserfolg. Dazu gibt es auch keinen Grund, wie hier schon mehrfach belegt wurde. Hier die Stellungnahme des Präsidenten des Deutschen Lehrerverbands. „Jaja, die Lehrer…“, werden jetzt einige gerne sagen, weil es einer interessierten Industrie gelungen ist, kritische Pädagogen und Eltern zu entwerten und sie den angeblich medienkompetenten Digital Natives gegenüber zu stellen – wovon hier im Blog schon berichtet wurde.

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Wenn die Industrie sich mit renommierten Hilfswerken verbündet

Es soll eine Stiftung gegründet werden, wo sich „neben dem Bund auch Landesmedienanstalten, freie Träger und Unternehmen gleichermaßen“ beteiligen sollen, die die  „systematische Förderung von Medienkompetenz bundesweit unterstützt und ein Angebot von Praxismodellen zur Umsetzung von Medienbildung in Schule und Kita entwickeln“ soll.

Das klingt gut, ist aber als Konzept längst überholt und müsste dringend wissenschaftlichen Erkenntnissen angepasst werden – denn Medienkompetenz ist mehr als nur Technik. Hier ein Einblick in die wohlklingende PR, für die sich das Kinderhilfswerk hergibt. Denn damit fördert das Kinderhilfswerk tatsächlich die Bildungsmisere.

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Medienbildung mit Sinn und Verstand – und nicht zu früher Einführung von Technik

„Medienkompetenz entwickelt sich erst dann, wenn die Schüler reif genug sind um zu verstehen, was sich auf dem bunten Bildschirm vor ihnen abspielt, und sie bei der Nutzung von digitalen Hilfsmitteln in der Bildung zielgerichtet unterstützt werden.“

Dem schließen wir uns unumwunden an!

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Nintendo mobil, überall und jederzeit

Damit die lieben Kleinen „Super Mario“ nicht nur zu Hause an der Konsole spielen können, sondern überall und jederzeit, gibts nun die App für Smartphones – schreibt die Süddeutsche. Der good old Gameboy ist ja schon lange out, aber die Aufgabe für die Eltern bleibt gleich bzw. erweitert sich hiermit. An den Gewinnen von Nintendo werden sie dafür aber nicht beteiligt, jedoch am Zeitaufwand zur Betreuung zukünftiger Problem – in Sachen Schulpädagogen, Arztbesuche und evtl. Suchtberatungsstelle. Was für die einen ein Fortschritt ist, ist für die anderen ein Problem. Oder doch ein babysitterischer Glücksfall?

 

JIM und KIM Studien 2014 erschienen

Der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest hat die JIM (Jugend, Information, (Multi)Media) und KIM (Kinder+Medien, Computer+Internet) Studien 2014 veröffentlicht.

Die KIM-Studie untersucht den Medienumgang in der Altersgruppe 6-13 Jahre, JIM der 12-19jährigen – und das bereits seit 15 (JIM) bzw. 16 (KIM) Jahren, so dass ein fundiertes Bild der Entwicklung in diesem Zeitraum vorliegt.

Die Zusammenfassungen, Vergleiche zu den Vorjahren und das aktuelle Dokument sowie die Vorgänger als pdf zum Herunterladen finden Sie auf der Webseite des MPFS:

KIM-Studie
JIM-Studie