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Mehr zu Google Glass….

…..sowie der Verschmelzung von Realität und digitaler Welt – “Augmented Reality” – kann man z.B. in dieser Spiegel-Kolumne nachlesen.

Es ist für alle anderen Menschen klar ersichtlich, ob ein Mensch, in dessen Nähe man sich aufhält, gerade ein Computer, Tablet oder Smartphone nutzt oder nicht. Und man kann unter Umständen auch erahnen, ob mit dem Gerät gerade etwas fotografiert oder gefilmt wird – wer selbst nicht auf den Aufnahmen sein möchte, hat die Chance, das zu unterbinden oder sich selbst aus dem Bild zu nehmen.

Mit der Google Glass kann der Nutzer, unbemerkt von den Menschen um ihn herum, Fotos oder Videos machen ohne dass die Fotografierten und Gefilmten das auch nur ahnen. Es gibt kaum eine Möglichkeit, selbst zu beeinflussen, ob und welche Bilder von einem gemacht werden – und ob und wo diese veröffentlicht werden. Selbst Menschen die weder Computer noch Digitalkamera haben, könnten sich so eines Tages auf einem Videokanal im Internet finden. Wenn sie sich denn finden.

Diese Entwicklung ist unheimlich, wird aber vermutlich, entgegen aller engagierten Bemühungen, kaum aufzuhalten sein.
Eine Medienbildung im Sinne von Bildung für den verantwortlichen Umgang mit Medien – anstelle von einer Bildung der rein technischen Fähigkeiten – ist dringend nötig.

Virtuelle Kriege?

Im “Hyperland” Blog des ZDF ist im März ein Artikel erschienen, der die zunehmende Annäherung von Computerspielen und “echtem” Krieg bzw. Soldatentrainings thematisiert:
Virtuelle Kriege: Maus statt Manöver

Die Bundeswehr will ihre Soldaten im Einsatz vernetzen und nutzt dafür das Gladius-System – Googles Datenbrille Google Glass hingegen, die ähnliche Funktionen nur für den zivilen Einsatz haben soll, wurde bereits gehackt bevor das erste Gerät überhaupt verkauft ist.
Abgesehen von den offensichtlichen Problemen mit dem Datenschutz zeigt diese Entwicklung, dass die Grenze zwischen Krieg und Spiel immer mehr verschwimmt.
Wenn das Computerspiel aussieht wie Krieg, und der Krieg wie ein Computerspiel, was macht das mit dem Spieler? Und verändert es die Hemmschwelle des Soldaten, der nicht mehr auf eindeutig menschliche Wesen zielt und schießt, sondern auf Pixelpunkte?

Es lohnt sich, darüber nachzudenken.