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Kleine Umfrage zu Lebenshilfe-Apps

Dieser kleine Text unten ist natürlich Werbung – er greift einen aktuellen Trend auf, dass man sich mit useful Apps den Alltag erleichtern kann, auch Verhaltensänderungen sollen so unterstützt werden. Das wäre Empowerment im selbststeuernden Sinne, jenseits von App-Modi oder Big Data, die natürlich auch abgegriffen werden können.

In der Tat werden digitale mobile-Anwendungen schon lange in der Jugendarbeit, dem Managemenent mit Behinderungen, der Sozialarbeit allgemein und im ganz normalen Alltag Abnehm-, Sport- oder Hausaufgaben-mach-Williger eingesetzt.

Haben Sie/Hast Du Erfahrungen damit gemacht? Welche?
Wir sammeln Eindrücke aus allen Bereichen!

Bitte gerne hier posten oder an info@medienverantwortung.de

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Lebenshilfe-Apps -€“ du schaffst das!

Es gibt viele potentielle Helfer da draußen. Und alle sind sie digital. Man kann sich von verschiedensten Apps unterstützen lassen, wenn man abnehmen, mehr Sport treiben oder mit Meditation zu innerer Ruhe kommen will. Aber es gibt auch Apps, die einen coachen, wenn man mit dem Rauchen aufhören oder seinen Haushalt besser organisieren will. Sie sollen nicht allein an gute Vorsätze erinnern, sondern sind so programmiert, dass sie den User nachhaltig beeinflussen, indem sie ihn emotional ansprechen.

Source: www.e-wie-einfach.de/magazin/articles/lebenshilfe-apps-du-schaffst-das
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Und nochmal zu Algorithmen

… und wie sie unser Leben jetzt schon bestimmen – und das zukünftig noch mehr tun werden. —

Algorithmentransparenz

Dieser Beitrag von Peter Schaar stammt aus dem Jahrbuch 2015 Informationsfreiheit und Informationsrecht. Er wurde freundlicherweise vom Autor und dem Verlag des Jahrbuches, lexxikon, zur Verfügung gestellt. Peter Schaar ist Vorsitzender der Europäischen Akademie für Informationsfreiheit und Datenschutz und war von 2003 bis 2013 Bundesbeauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit.

Source: algorithmwatch.org/algorithmentransparenz/

m Jahr 2015 waren bereits mehr als 15 Milliarden Gegenstände per Funk miteinander vernetzt und es ist zu erwarten, dass sich diese Zahl bis 2020 mindestens verdreifachen wird. Aus dem „Internet of Things“ wird auf diese Weise ein „Internet of Everything“(3) Die allgegenwärtige Vernetzung geht dabei über eine bloß quantitative Ausweitung der Datenverarbeitung hinaus. Wenn etwa Häuser und Wohnungen „intelligent“ werden und sich auf die Gewohnheiten der Bewohner einstellen, ändert sich auch unsere Wahrnehmung und unser Verhalten. Die Grenze zwischen „wirklicher“ und „virtueller“ Realität verschwindet zusehends. Wissenschaftler sprechen in diesem Zusammenhang von „Connected Spaces“, in denen die verschiedensten Geräte, Gegenstände und Personen in ständiger Kommunikation stehen, sich gegenseitig anpassen und voneinander lernen. Der Einbau von IT in Kleidung deutet einen weiteren Sprung an: Sensoren rücken immer näher an unseren Körper heran. Bereits heute werden in manchen Kliniken Neugeborene mit einem RFID-Armband versehen, um so Verwechslungen im Krankenhaus zu verhindern. Ähnliche Projekte gibt es auch für Demenzkranke, die man auf diesem Wege daran hindern möchte, ihr Krankenhaus oder ihre Wohnanlage zu verlassen(4); eine Art „elektronische Fußfessel“ für Alte. Sehr gut verkaufen sich Fitnessarmbänder, die nicht nur die Schritte der Träger zählen, sondern auch deren Schlafgewohnheiten, bisweilen sogar andere Vitalfunktionen und den Aufenthaltsort aufzeichnen und basierend auf der Analyse so gewonnener Daten ihren Trägern Tipps für ein gesünderes Leben liefern. Dass es für die so generierten Angaben auch andere Interessenten gibt, ist naheliegend. So haben Versicherungen angekündigt, ihren Kunden einen Rabatt zu gewähren, wenn sie einen gesunden Lebensstil pflegen. Zum Nachweis sollen Fitness-Tracker und „Gesundheits-Apps“ eingesetzt werden(5). Der nächste logische Schritt sind in den Körper eingebaute Funkchips, die zur Ortung, zur Erfassung medizinischer Werte oder auch zur Identifikation verwendet werden.

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