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Cybermobbing unter Kindern und Jugendlichen

An der Freien Universität Berlin wurde im August das Projekt „Blurred Lives“ vorgestellt – eine Studie, die sich mit dem Problem Cybermobbing bei sozioökonomisch benachteiligten Jugendlichen beschäftigt. Die Berliner Jugendlichen scheinen dabei im europäischen Vergleich sowohl vermehrt Opfer also auch Verursacher*innen von Cybermobbing zu sein. Ein Problem, dem unbedingt mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte, finden die befragten Jugendlichen. Hier der Artikel des Tagesspiegels:

Wie Sprache das Denken beeinflusst

Sprache und Wortwahl beeinflussen unser Denken und unsere Meinungsbildung, oft völlig unbewußt und von uns nicht steuerbar. Wenn man aber weiß, dass es passiert, kann man sich zumindest manchmal bewusst machen wenn es gerade passiert, und sich vielleicht doch von der Beeinflussung lösen.
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Wie Politiker mit Sprache versuchen, dich auf ihre Seite zu ziehen

Und wie du das erkennst.

Franziska ist 24 Jahre alt, ist politisch weder rechts noch links. Sie weiß noch nicht, für wen sie im Herbst bei der Bundestagswahl stimmen soll – oder ob sie überhaupt wählen geht.

Neulich hat sie auf Facebook ein paar Posts gesehen, die sie bewegt haben. Da ging es um Menschen, denen die aktuelle Politik nicht gut tut. Franziska wurde wütend.

Franziska ist fiktiv. 

Aber an ihrem Beispiel lässt sich zeigen, wie politische Einstellungen entstehen, oder sich verstärken. In diesem Fall durch Sprache.

Wie kann Lernen zur Sucht werden?

Indem man Lernprogramme so gestaltet, dass sie wie ein Computerspiel funktionieren.

Sagen zumindest die Macher der Online Educa, einer mehrtägigen internationalen Konferenz für „technologieunterstütztes Lernen“ die morgen in Berlin beginnt, und bieten einen Workshop mit dem folgenden Titel an:
“Be a Game Changer!” Making Learning Addictive Using Game Design Thinking and Practices

Heißt im Umkehrschluß ja nichts anderes, als das Computerspiele suchterzeugende Elemente enthalten – wurde das nicht immer vehement bestritten?

Aber Rebecca Stromeyer, die Gründerin der Konferenz, hat ohnehin ihre ganz eigene Weltsicht:

„Wir befinden uns in einer Zeit des Übergangs: Eine Generation von ‚Digital Natives‘ wird zum größten Teil von ‚Digital Immigrants‘ unterrichtet, für die der Umgang mit diesen Medien oft einen deutlich geringeren Stellenwert hat. Aber genau dieser Bruch zwischen der alten und der neuen Medienwelt ist eine der großen Herausforderungen für unsere demokratische Gesellschaft.“
(Quelle: checkpoint e-learning)

Seltsam nur, dass die „Digital Immigrants“ in den letzten Jahren und Jahrzehnten diese neue Medienwelt ja geschaffen haben – einen „Bruch zwischen Welten“ können wir darin nicht erkennen, eventuell nur zuwenig Hintergrundwissen wie diese Medienwelt tatsächlich funktioniert – das aber bei den „Digital Natives“, die mehr Anwender sind als Macher…..

Aufruf: Petition „Trojaner aus Berlin: Der Digitalpakt#D“ unterzeichnen

Auf der Seite der Gesellschaft für Bildung und Wissen e.V. wurde ein Aufruf gestartet, der zum vom Bildungsministerium initiierten Digitalpakt sinnvolle Forderungen stellt und die Konsequenzen aufzeigt, die die unveränderte Umsetzung dieses Digitalpakts hätte.

Ein Beispiel:

Die Kosten für Hardware

Zum Mitrechnen: 5 Mrd. Euro geteilt durch 40.000 Schulen, verteilt über 5 Jahre sind ca. 25.000 Euro pro Schule und Jahr. Die tatsächlichen Kosten für benötigte Hardware liegen um ein vielfaches höher. In einer Studie für die Bertelsmann-Stiftung hat Andreas Breiter (Uni Bremen) zwei Szenarien berechnet. Beim ersten Szenario teilen sich fünf Schüler/innen einen Computer. Dabei entstehen für eine Schule durchschnittlicher Größe (750 Schüler) Kosten zwischen 70.000 Euro und 136.000 Euro pro Jahr. Soll jede Schülerin bzw. jeder Schüler ein eigenes Gerät bekommen, liegen die Kosten bereits zwischen 240.000 und knapp 350.000 Euro pro Jahr und Schule. Bundesweit entstehen so Kosten von 538 Mio. bis zu 2,62 Mrd. Euro pro Jahr, nur für Hardware. Darin sind weder die Kosten für Techniker und Updates oder Softwarelizenzen eingerechnet. Es sind weder Räume geheizt noch Lehrkräfte für den Einsatz ausgebildet oder bezahlt.  Nebenbei bürdet man den Ländern ein Vielfaches an Folgekosten für Techniker, Instandhaltung, Updates, Softwarelizenzen auf und greift damit indirekt auf Landesmittel zu.

Und das ist nur einer der Punkte.

Bitte unterzeichnen Sie hier!