Schlagwort-Archive: Schüler

Lernen geht nur in Beziehung

… und das sollte man auch in der aktuellen Digitalisierungs-Debatte nicht vergessen! – – –

Die Schule von morgen (1/2) | ARTE

Die Schule von morgen (1/2) | ARTE

Weltweit werden neue pädagogische Modelle erprobt. Von Singapur über Finnland und Frankreich bis in die Vereinigten Staaten gibt die Dokumentation einen Überblick über die besten Systeme und zeigt besonders vielversprechende Experimente. Lehrer, Eltern, Schüler und Forscher veranschaulichen die neuen Methoden und sprechen über Zweifel, Ambitionen und Hoffnungen.

Quelle: www.arte.tv/de/videos/075778-002-A/die-schule-von-morgen-1-2/

Pressemitteilung des IMV zum Digitalpakt anlässlich des 10-Jährigen Bestehens des Vereins gegen Mediengewalt

Pressemitteilung, 20.04.2018

anlässlich des Vortrags von Prof. Dr. Sabine Schiffer auf der Jahreshauptver­samm­lung des Vereins „Mediengewalt Internationale Forschung und Beratung e. V.“ www.mediengewalt.eu zu seinem 10-jährigen Bestehen

 

Damit aus dem Digitalisierungs- ein Bildungspakt wird!

„Inhalte mit Sinn und Verstand für die (Medien-)Bildung statt Wirtschaftsförderung für die IT-Branche“ fordert Prof. Sabine Schiffer bei Ihrem Vortrag, so wie auch im Buch „Bildung und Medien“, das in Zeiten der Digitalisierung aktueller ist denn je. www.generationmedien.de

Das modern klingende Schlagwort „Digitalisierung“ verschleiert die Ärmlichkeit der Ausstattung des Projekts durch die politisch Verantwortlichen. Zwar klingen 5 Mrd. € nach viel Geld, aber aufgeteilt auf Länder und Kommunen wird bald klar, dass das für die Träger von Schulen und Bildungseinrichtungen ein Draufzahlgeschäft wird. Ein Draufzahlgeschäft wird es auch für Pädagogen und Lehrkräfte, denn an­gesichts eines mangelnden Lehrplans sowie nicht vorhandenem (evaluiertem) didak­tischem Material ist gar nicht klar, was genau wie gemacht werden soll. Den erfahreneren Kolleginnen schwant freilich, dass es nicht um Wischkompetenz auf Tablets gehen kann, sondern um Inhalte gehen muss.

Die letzten in der Kette des Draufzahlgeschäfts sind die Kinder, denn nicht von unge­fähr belegen unabhängige Langzeitstudien die Schädlichkeit von internetaffinen End­geräten im Bildungsbereich – so dass in den Vorreiterländern USA und Australien und neuerdings auch in den Niederlanden die gehypten Laptop-Klassen schon wieder abgeschafft werden. Das hindert unsere Regierung nicht daran, sich bei diesem Thema in die Länderhoheit einzumischen und die Wirtschaftsförderung für die IT-Branche voranzutreiben, die den Großteil der Mittel einstreichen wird.

Statt einem „Digitalen Bildungspakt“, der vom Softwareunternehmen Microsoft initi­iert wurde, brauchen wir einen Bildungspakt, der die kindliche Entwicklung und die  gesellschaftliche Verfasstheit in den Vordergrund stellt. Wirtschaftsinteressen  ändern sich, Bildungsinhalte, kognitive und soziale Prozesse menschlichen Lernens nicht. Technische Hilfsmittel lösen hier keine „Bildungsrevolution“ aus, können aber bei wohlüberlegter Analyse ihren Beitrag zu einer sinnvollen Evolution leisten. [1]

Grundlage für die Integration von digitalen Medien in Lehr- und Lernprozesse muss eine sorgfältige und kritische pädagogisch-didaktische Analyse des möglichen Bei­trags ALLER Medien und ihrer Nutzungsformen in verschiedenen Fächern sein. Als Ergebnis sollte ein Fach Medienbildung den generellen Leitfaden bereitstellen und sich dabei parallel zu anderen Fächern an der kindlichen Entwicklung (des Gehirns) und unserer demokratischen Gesellschaftsordnung orientieren.

Neben der Berücksichtigung unabhängiger Studien zur Auswirkung von Medien­gewalt bedeutet dies auch, weitere Inhalte in den Bildungskanon aufzunehmen, die zu einer Auseinandersetzung mit Meinungsbildungsprozessen in einer Demokratie befähigen. Wenn man die breite Palette notwendiger Inhalte eines solchen Fachs diskutiert – von einfachen Fragen, welche Medien denn überhaupt eine Rolle spielen, über Fragen nach Herstellung und Rezeption von Medieninhalten bis hin zur Mani­pulation durch Medien – sollte auch den politischen und kommerziellen Verfechtern des „Digitalpakts“ klar werden, dass man das Pferd nicht „vom Schwanz her aufzäumen“ kann. Nur mit Hilfe sachzentrierter Analyse und Diskussion ist sicherzustellen, dass ein umfassendes Projekt Medienbildung sich in eine päda­gogisch wünschenswerte Richtung bewegt.

 

 

[1] siehe auch: www.aufwach-s-en.de Eintrag vom 27.06.2017 Bündnis für Humane Bildung; www.generationmedien.de; Lembke, Gerald und Leipner, Ingo: Die Lüge der digitalen Bildung (Redline Verlag 2015); Burchardt; Matthias: Lehren und Lernen im Zeichen der Digitalisierung

 

Digitalisierung = Unfug?

Ein Kommentar von  Jürgen Kaube, dem Herausgeber der FAZ:
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Digitalisierungs-Kommentar: Großer Unfug

Digitalisierungs-Kommentar: Großer Unfug

An vielen Schulen in Deutschland sind Smartphones nicht als Lösung bekannt – sondern als Problem. Auch wenn es viele fordern: Die Digitalisierung ist keine bildungspolitische Notwendigkeit.

Die Schulen müssen digitalisiert werden. So heißt es landauf, landab und so gut wie unabhängig von sonstigen Positionen in der Bildungspolitik. Im Koalitionsvertrag sind fünf Milliarden Euro in den kommenden fünf Jahren dafür vorgesehen. Dass das kaum ausreichen wird, um alle Schulen und alle Schüler mit dem auszustatten, was man sich an Servern, Clouds, W-Lan-Anschlüssen und Endgeräten (Smartphones, Tablets, PCs) so vorstellt, geht aus einfachen Rechnungen hervor. Manche halten die dreifache Summe für nötig.

Quelle: www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/digitalisierung-der-schule-grosser-unfug-15519960.html?GEPC=s3

Lobby Control zum Thema Sponsoring an Schulen

Ein Interview mit Fabian Kaske von Lobby Control:  Er erläutert, warum das Sponsoring von Bildung an Schulen durch namhafte Unternehmen ein Problem darstellt.
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Digitalisierung an Schulen – Unternehmen drängen in die Klassenzimmer

Digitalisierung an Schulen – Unternehmen drängen in die Klassenzimmer | Digital | detektor.fm

Keine PCs, keine Tablets: Viele Klassenzimmer warten noch immer auf die Digitalisierung. Das Projekt „Calliope“ will das ändern. Ein Problem?

Quelle: detektor.fm/digital/digitalisierung-an-schulen

Gebrauchthandy kaufen?

Was es beim Kauf eines Gebrauchthandys zu beachten gibt wird hier kurz zusammengefasst,  für Ihren persönlichen Beitrag zum Daten- und auch Umweltschutz.
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Service: Gebrauchte Handys

Service: Gebrauchte Handys | Morgenmagazin

Vielen ist ein neues Smartphone einfach zu teuer. Gebrauchte Geräte sind günstiger, und in der Regel auch in einem guten Zustand. Aber wie kann ich den als Laie erkennen? Welche Sicherheiten habe ich als Kunde bei einem Privatkauf – und wo kann man gebrauchte Smartphones am besten ergattern? MOMA-Multimedia-Experte Dennis Horn erklärt Ihnen, was man zum Thema gebrauchte Handys wissen sollte.

 Ob sich ein gebrauchtes Handy lohnt, hängt davon ab, wofür man es verwenden möchte. Wer sein Handy als Arbeitsgerät nutzt, sollte in Neuware investieren. Gerade als Einsteiger- oder Zweitgerät für die Kinder reicht dagegen ein gebrauchtes Handy oft aus.

Quelle: www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/morgenmagazin/service/service-Gebrauchte-Handys-100.html

Medienkunde ≠ Digitale Bildung

Medienkunde ist viel mehr als digitale Bildung – es fängt an mit generellem Medienwissen an, zum Beispiel darüber, wie Eindrücke zustandekommen. Darauf kann dann die digitale Bildung aufbauen, aber erst muss das Fundament vorhanden sein.
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Digitale Bildung an Schulen – Wo „Medienkunde“ an ihre Grenzen stößt

Digitale Bildung an Schulen – Wo „Medienkunde“ an ihre Grenzen stößt

Schon Grundschüler sollen das Programmieren lernen, meint die designierte Staatsministerin für Digitales Dorothee Bär. Datenschützer fordern seit langem die Einführung eines Unterrichtsfachs „Medienkunde“. Hinkt Deutschland beim digitalen Wandel tatsächlich derart hinterher?

Quelle: www.deutschlandfunk.de/digitale-bildung-an-schulen-wo-medienkunde-an-ihre-grenzen.2907.de.html?dram:article_id=412329

„Soziale-Medien-Sucht“ statt Internetsucht?

Welche Medien exzessiv genutzt werden mag sich in den vergangenen Jahren geändert haben, die Folgen sind jedoch immer noch dieselben: Schlafmangel, Streit zuhause, Realitätsflucht usw.
Wissen um mögliche Ansprechpartner und die Medienkompetenz, sich auch mal Abstand zu den Medien zu nehmen, haben die wenigsten betroffenen Eltern und Kinder/Jugendliche.
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Studie: So süchtig machen WhatsApp, Instagram und Co.

Studie: So süchtig machen WhatsApp, Instagram und Co.

Untersuchung von DAK-Gesundheit und Deutschem Zentrum für Suchtfragen zeigt Social-Media-Abhängigkeit bei 12- bis 17-Jährigen

WhatsApp, Instagram oder Snapchat können süchtig machen. Nach einer neuen DAK-Studie erfüllen 2,6 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland die Kriterien für eine Abhängigkeit nach der sogenannten „Social Media Disorder Scale“.

Das Suchtrisiko wurde jetzt erstmals in einer repräsentativen Untersuchung der Krankenkasse DAK-Gesundheit und des Deutschen Zentrums für Suchtfragen am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) analysiert. Laut Studie verbringen Jungen und Mädchen zwischen zwölf und 17 Jahren durchschnittlich rund zweieinhalb Stunden täglich mit sozialen Medien.
Durch die intensive Nutzung entstehen gesundheitliche Probleme. Es gibt sogar einen Zusammenhang zwischen Social-Media-Sucht und Depressionen. Die sozialen Probleme sind vielfältig: zu wenig Schlaf, Realitätsflucht und Streit mit den Eltern.
„Viele Kinder und Jugendliche chatten, posten und liken von früh bis in die Nacht“, sagt Andreas Storm, Vorstandschef der DAK-Gesundheit. „Einige rutschen in die Abhängigkeit. Darauf müssen wir reagieren, damit Betroffene und ihre Familien Hilfe bekommen. Das Liken darf nicht zum Leiden werden.“

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„Ich stelle immer wieder fest, dass Eltern, wenn es um die Onlinenutzung ihrer Kinder geht, Orientierung suchen, und zwar von kompetenter Hand. Kinder müssen lernen, mit digitalen Medien umzugehen. Sie sollten nicht nur die Technik beherrschen, sondern auch die Chancen und Risiken dieser Medien erkennen. Beides muss zum Stoff gehören, wenn wir die Digitalisierung der Schulen so vorantreiben, wie es im Koalitionsvertrag beschrieben ist. Klar ist zudem, dass auch der Jugendschutz noch besser auf die Angebote im Netz antworten muss als es bisher gelingt, gerade mit Blick auf die Suchtpotenziale“, sagt Marlene Mortler, Drogenbeauftragte der Bundesregierung

Geschäftsmodell youtube

Diesen Beitrag des ZDF über youtube sollte jeder Jugendliche gesehen haben, finden wir. (Erwachsene auch)
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ZDFzoom: Geldmaschine YouTube

ZDFzoom: Geldmaschine YouTube

YouTube ist die weltgrößte Videoplattform, YouTuber der neue Traumberuf vieler Jugendlicher. Die Stars der Szene verdienen mit Werbedeals Millionen. Wie funktioniert das Geschäftsmodell?

YouTube hat sich zum Medienkonzern gemausert, der mit Clips und vorgeschalteten Werbespots inzwischen jeden zweiten Deutschen erreicht. Doch oft ist auch im Clip selbst Reklame versteckt und nur schwer erkennbar. Wo geht es noch um Inhalt, wo allein um Werbung?

Quelle: www.zdf.de/dokumentation/zdfzoom/zdfzoom-geldmaschine-youtube-100.html

Entnetzen Sie sich regelmäßig?

Bewusst Auszeiten ohne Smartphone und andere Geräte einplanen – „entnetzte“ Zeiten sozusagen. Zeit nur mit sich selbst verbringen, reflektieren, auch mal langweilen… all das kommt oft zu kurz und macht nicht nur unglücklich (siehe vorheriger Beitrag) sondern auch gestresst, verspannt und unruhig.
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Menschen, die auf Smartphones starren

Menschen, die auf Smartphones starren · Deutschlandfunk Nova

Wir brauchen dringend mehr Zeit mit uns selbst, sagt der Psychologe Georg Milzner – und weniger Zeit mit unserem Handy. Denn durch die Timeline scrollen, texten, posten, liken: Der ständige Blick auf die digitale Welt verstellt uns den Blick nach innen.

Das Smartphone ist überall, wo wir sind. An der Bahnhaltestelle, in der Kassenschlange oder auf dem Klo. Wo wir früher unseren Gedanken nachgehangen haben, gucken wir jetzt auf unser Handy.

Source: www.deutschlandfunknova.de/beitrag/georg-milzner-das-smartphone-lenkt-uns-ab

Smartphone-Zeit einschränken macht ihr Kind glücklicher

Und weil es Ihnen das vermutlich (zumindest anfangs) nicht glauben mag, wurde das jetzt wissenschaftlich nachgewiesen.
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Jugendliche mit weniger Smartphone-Zeit sind glücklicher

Jugendliche mit weniger Smartphone-Zeit sind glücklicher

(c) dpa, Armin Weigel

Dass ständiges Online-Sein labile Jugendliche runterziehen kann, haben schon mehrere Studien gezeigt. Eine neue Untersuchung weist darauf hin, dass auch die große Mehrheit durch zu viel Gedaddel nicht glücklicher wird.

Source: www.heise.de/newsticker/meldung/Jugendliche-mit-weniger-Smartphone-Zeit-sind-gluecklicher-3952670.html