Schlagwort-Archive: Pädagogik

Smartphone-Zeit einschränken macht ihr Kind glücklicher

Und weil es Ihnen das vermutlich (zumindest anfangs) nicht glauben mag, wurde das jetzt wissenschaftlich nachgewiesen.
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Jugendliche mit weniger Smartphone-Zeit sind glücklicher

Jugendliche mit weniger Smartphone-Zeit sind glücklicher

(c) dpa, Armin Weigel

Dass ständiges Online-Sein labile Jugendliche runterziehen kann, haben schon mehrere Studien gezeigt. Eine neue Untersuchung weist darauf hin, dass auch die große Mehrheit durch zu viel Gedaddel nicht glücklicher wird.

Source: www.heise.de/newsticker/meldung/Jugendliche-mit-weniger-Smartphone-Zeit-sind-gluecklicher-3952670.html

Gute Vorsätze zum neuen Jahr?

Reflektieren und Überdenken Sie doch auch mal Ihren eigenen Medienkonsum und Ihr eigenes Mediennutzungsverhalten – Anregungen könnten Ihnen beispielsweise die beiden folgenden Links geben.
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Gute Vorsätze – auch beim Medienkonsum

Teurer Spaß: App-Kauf ist Elternsache – SCHAU HIN!

© Robert Kneschke / Fotolia

Oft vor dem Bildschirm, immer das Gefühl, etwas zu verpassen und wenig Zeit für Familie und Freunde? Gute Vorsätze zum neuen Jahr können auch ein Anlass sein, die Mediennutzung zu überdenken.

Es ist wichtig, auch mal nicht erreichbar zu sein und von unserem schnelllebigen Alltag und der Fülle an Informationen etwas Abstand zu nehmen. Der Beginn des neuen Jahr kann ein guter Moment sein, um auch darüber nachzudenken welche Medien man wie häufig nutzt und ob man auch für eine gewisse Zeit den Medienkonsum einschränken möchte, am besten gemeinsam in der Familie.

Medienfasten testen

Beim Medienfasten legen alle gemeinsam fest, welche Geräte an welchen Tagen und zu welchen Zeiten Pause haben. Die Regeln sollten klar sein, damit alle wissen, worauf sie sich einlassen. Man kann auch vereinbaren, ein Tagebuch zu führen, um die Eindrücke[…]

Source: www.schau-hin.info/news/artikel/gute-vorsaetze-auch-beim-medienkonsum.html?tx_news_pi1[controller]=News


Elterncouch: Wir brauchen strengere Handy-Regeln

Elterncouch: Wir brauchen strengere Handy-Regeln – SPIEGEL ONLINE – Panorama

(C) Getty Images/ iStockphoto

Die Tür ging auf, und die Kinder kamen hereingewuselt. Sie trugen Kittel und schwarze Schminketupfer im Gesicht. Aus rot angemalten Papptellern hatten sie Feuerwehrhelme gebastelt. Es war das große Finale des Feuerwehrprojekts in Benjamins Kita.

Die Kinder stellten sich nervös trippelnd im Halbkreis auf und begannen ein Loblied auf die Feuerwehr zu singen. Naja, singen. Eigentlich war es ein verschüchterter Flüsterchor, bei dem man fast nur die Erzieherinnen hörte. Es war toll.

Ich war tief berührt von der niedlichen Verdruckstheit der Kleinen auf der Bühne. Meine Frau Therese musste arbeiten und konnte nicht dabei sein. Trotzdem wollte ich diesen Auftritt unbedingt mit ihr teilen. Reflexhaft zückte ich mein Smartphone, um ein Video zu machen, drehte ich mich dabei kurz zu den anderen Eltern um – und erschrak.

Rund 20 Leute waren da. Und fast alle filmten die Darbietung mit ihren Telefonen. 20 Erwachsene, die sich entschieden hatten, in diesem Moment ein Gerät zwischen sich und ihre Kinder zu halten. Es war eine Szene wie aus einem düsteren Science-Fiction-Film. Was die Kinder wohl gerade sahen? Elternkörper mit Plastikrechtecken statt Köpfen? […]

Source: www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/smartphone-nutzung-regeln-fuer-eltern-a-1186804.html

Handy aus der Hand

Wie man Kinder und Jugendliche dazu bekommt, das Handy auch mal wegzulegen – lesens- bzw. anhörenswert.
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Mediennutzung von Kindern – Strategien gegen die Handysucht

Mediennutzung von Kindern – Strategien gegen die Handysucht

Eltern reden sich oft den Mund fusselig: Trotzdem starrt der Nachwuchs nonstop auf sein Smartphone. Aus dieser Situation gibt es auch Auswege, sagt der Leiter des Büros für Kindermedien in Berlin, Thomas Feibel – mit Methoden, die gar nicht so neu sind.

Source: www.deutschlandfunkkultur.de/mediennutzung-von-kindern-strategien-gegen-die-handysucht.1008.de.html?dram:article_id=397931

Fiktion und Realität am Beispiel Stuttgart

Die Realität der Digitalisierung von Schulen sieht so aus, wie sie die Stuttgarter Nachrichten schildern: Glückssache.
Wenn die Grundvoraussetzungen wie eine Elektroverkabelung die den Anforderungen genügt  und eine ausreichende Internetanbindung der Schule geschaffen sind, kann über die Umsetzung in den Klassen nachgedacht werden.

Der Stuttgarter Plan sieht vor, das in 10 Jahren umgesetzt zu haben. Angesichts der Entwicklung von Hard- und Software in den letzten 10 Jahren ist fraglich, wie zukunftsfähig der heutige Stand ist – und ob er anpassbar an die Anforderungen der nächsten Dekade(n) sein kann?
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Digitalisierung an Stuttgarter Schulen: Mehr Tempo, bitte

Digitalisierung an Stuttgarter Schulen: Mehr Tempo, bitte

Kreidetafel oder W-Lan und Tablets für alle? Das ist an Stuttgarter Schulen immer noch Glückssache -€“ sollte es aber im Sinne der Chancengleichheit nicht sein, findet Redakteurin Inge Jacobs.

Stuttgart hat Großes vor. Die Landeshauptstadt will allen städtischen Schulen einen digitalen Vollanschluss verpassen. Nicht gleich, sondern nach und nach. Bis in zehn Jahren, so der optimistische Plan, soll dann auch die letzte Schule komplett onlinefähig sein – so, wie es der Bildungsplan und die Multimedia-Empfehlungen seit 2016 vorsehen. Natürlich funktioniert das nur, wenn auch der Gemeinderat diesen Plänen folgt. Und immer noch fehlt eine verlässliche Förderzusage von Bund und Land.

Source: www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.digitalisierung-der-stuttgarter-schulen-mehr-tempo-bitte.b00f8652-4ac4-405f-a17f-dc9538731955.html

Digitalmantra….

… so nennt Gerald Lembke den allgegenwärtigen Ruf nach der möglichst schnellen und umfassenden Digitalisierung der Schulen.

Dass die beteiligten Firmen weniger das Gemeinwohl als vielmehr ihre ganz konkreten Umsatzzahlen im Blick haben, sagen wir schon lange.

Und inzwischen scheint diese Erkenntnis auch anderen zu kommen, wie man am heutigen und auch dem morgigen Beitrag sehen kann.
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IT-Lobbyisten in den Klassenzimmern

IT-Lobbyisten in den Klassenzimmern

Viele können es nicht mehr hören: Der Ruf nach der digitalen Bildung in den Schulen ist mittlerweile Kernthema in politischen Wahlkämpfen sowie auf den einschlägigen Lobby-Messen für die Aus- und Weiterbildung.

Die Personengruppen, die am meisten vom Digitalmantra genervt sind, sind die Lehrer und die Schüler selber. Denn auf deren Rücken tanzen Politiker und IT-Lobbyisten einen seltsamen Tanz, allen voran Bundesbildungsministerin Johanna Wanka und Wirtschafts- und Parteiorganisationen in den Ländern. Der Tanz heißt: „Aufrüstung und digitale Mobilmachung von Kitas und Schulen“. Das Leben von Lehrern und Schülern soll mit digitalen Medien und Medientechnik vereinfacht, ja sogar verbessert werden.

Source: www.sueddeutsche.de/bildung/schule-it-lobbyisten-machen-vor-den-klassenzimmern-nicht-halt-1.3663067

Eine Glaubensfrage?

Dass die Position der Bertelsmann-Stiftung zur medialen Aufrüstung der Schulen nicht neutral ist steht außer Frage, eine Glaubensfrage muss daraus nun aber nicht gerade gemacht werden. Es geht, wie immer, schlicht um Geld.

Hier geht es direkt zur Umfrage auf den Seiten der Bertelsmann-Stiftung.
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Lehrkräfte glauben nicht an digitale Medien

Lehrkräfte glauben nicht an digitale Medien

Schüler fühlen sich durch digitales Lernen aktiviert, Lehrer dagegen überfordert. Eine Bertelsmann-Umfrage zeigt, wo es bei der Digitalisierung hakt.
[…]
Mit dem „Monitor digitale Bildung“ sondiert die Stiftung auch ein wichtiges Geschäftsfeld des Bertelsmann-Konzerns. Die 2016 gegründete „Bertelsmann Education Group“ etwa hat zahlreiche Bildungsanbieter hinzugekauft, vor allem solche, die auf digitale Bildung spezialisiert sind.

 

Source: www.tagesspiegel.de/wissen/computereinsatz-in-der-schule-lehrkraefte-glauben-nicht-an-digitale-medien/20330470.html

Digitalpakt – jetzt dann doch nicht?

Wir fragen uns, wie viele Arbeitsstunden in Bundes- und Länderministerien, Schulen, Bildungsträgern, gewinnorientierten und gemeinnützigen Organisationen wohl schon auf die  Entwicklung von Konzepten zur Umsetzung der „Luftnummer“ verwendet wurden?
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Wankas Digitalpakt eine Luftnummer? Schäuble lässt bestätigen, dass dafür „keine Vorsorge getroffen wurde“

Fünf Milliarden Euro für digitale Klassenzimmer in den 40.000 deutschen Schulen – das klang nach einer ziemlich guten Idee. Doch aus dem «Digitalpakt»-Plan von Bildungsministerin Wanka ist eine Posse geworden. Denn sie hat das Geld nach derzeitigem Stand gar nicht, wie ein Sprecher von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble bestätigt. Der lässt seine Parteifreundin damit im Regen stehen. Der VBE spricht von einer „Farce“. 

Source: www.news4teachers.de/2017/08/wankas-digitalpakt-eine-luftnummer-schaeuble-laesst-bestaetigen-dass-dafuer-keine-vorsorge-getroffen-wurde/

Und noch eine Medienkompetenz-Initiative

Diese heißt „DigiBits“ und will  Medienkompetenz fächerübergreifend an Schulkinder vermitteln. Unterlagen für die Lehrkräfte gibt es bereits, sie werden jedoch zu wenig genutzt (sagt die Initiative) weil es zu wenige Anknüpfungspunkte zwischen den vorhandenen Unterrichtsinhalten und Medienbildung gibt. Den Lehrkräften sollen Wege aufgezeigt werden, wie sie diese auch nutzen können.
Das klingt nach „wir haben eine Lösung und suchen das Problem dazu“?

Das Bereitstellen des Materials auf einer Onlineplattform ist angesichts der dürftigen Ausstattung vieler Lehrerzimmer mit PCs, Druckern und Internetanschluß eher belächelnswert – ohne die funktionierende Infrastruktur kann die beste Onlineplattform nicht genutzt werden.
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DsiN startet Bildungsprojekt: DigiBitS – Digitale Bildung trifft Schule –

Digitale Kompetenzen sind der beste IT-Schutz! Deshalb startet Deutschland sicher im Netz e.V. (DsiN) ab Juni in die Pilotphase der neue Bildungsinitiative DigiBitS – Digitale Bildung trifft Schule. Durch die Bündelung von fächerspezifischen Materialien zur Medienbildung und konkreten Verwendungsideen im Unterricht werden Lehrkräfte der 5. Bis 8. Klasse unterstützt, digitale Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern im Fachunterricht zu fördern.

Medienbildung wird verpflichtend – in jedem Fach

Spätestens mit dem Strategiepapier zur „Bildung in der digitalen Welt“ der Kultusministerkonferenz im Dezember 2016 wurde die Aufgabe an die Länder herangetragen, die Förderung digitaler Kompetenzen von Schülerinnen und Schüler in den verschiedenen Unterrichtsfächern konzeptionell zu verankern. Viele Bundesländer kommen dieser Forderung durch die Veröffentlichung neuer Bildungspläne nach und sehen Medienbildung in Grund- und Oberschulen verpflichtend vor – und zwar fächerüber­greifend. Ein Schritt nach vorn!

Defizit an (Bekanntheit von) fächerspezifischen Materialien

Doch wie so oft herrscht kein Erkenntnis- sondern ein Umsetzungsproblem, wie unter anderem die Sonderstudie »Schule Digital« 2016 der Initiative D21 e.V. aufzeigt. Betrachtet man beispielsweise den Aspekt der Lehrmaterialien, fällt auf: Es existieren bereits vielfältige Unterrichtsideen und passende Materialien zur Förderung von digitalen Kompetenzen – auch bzw. insbesondere für den schulischen Einsatz, bereitgestellt von Initiativen und Projekten zur Medienbildung. Was hindert Lehrkräfte …

Source: digitaler-bildungspakt.de/2017/06/01/dsin-startet-bildungsprojekt-digibits-digitale-bildung-trifft-schule/

Kann eine App Fake News erkennen?

Ein Projekt des niedersächsischen Kultusministeriums entwickelte eine App, die Nachrichten von glaubwürdig bis unglaubwürdig einstufen können soll.

Ob das sinnvoll ist, gar im Unterricht helfen kann um Schüler für das Thema zu sensibilisieren? Wir finden, eine solche Bewertung sollte man selbst denkend durchführen und nicht einer App überlassen.
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Regierungsprojekt: Eine fragwürdige App soll Schüler Fake News erkennen lassen

Eine App soll Schülern helfen, Falschnachrichten zu erkennen. Das Projekt der niedersächsischen Regierung will sachliche Informationen liefern. Die Idee ist gut. Die Umsetzung allerdings durchaus problematisch.

Source: www.welt.de/politik/deutschland/article165008078/Eine-fragwuerdige-App-soll-Schueler-Fake-News-erkennen-lassen.html

Zur Prüfung und Diskussion

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Petition: Irrweg der Bildungspolitik – aufwach(s)en mit digitalen Medien

Keine Strategie, sondern Ideologie

Offener Brief an die Kultusminister kritisiert digitale Irrwege in der Bildungspolitik

Ein weiterer Schritt in eine inhumane Zukunft: Die Kultusminister der Länder haben am 01.06.2017 beschlossen, in den Schulen den „Digitalpakt#D“ der Bundesregierung umzusetzen. Ziel ist es, ein Stück vom Fünf-Milliarden-Kuchen zu bekommen, den die Bundesregierung in Aussicht gestellt hat. Mit diesem Geld will Berlin 2018 bis 2022 die IT-Infrastruktur in Schulen ausbauen.

Warum wir das für falsch halten? Das lesen Sie in einem offenen Brief an die Kultusminister, geschrieben von Bildungspraktikern, die das „Bündnis für humane Bildung“ ins Leben gerufen haben. Schließen Sie sich uns an! Unterschreiben Sie den Brief ebenfalls!

Source: www.aufwach-s-en.de/petition-irrweg-der-bildungspolitik/