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Pressemitteilung von „Mediengewalt – internationale Forschung Beratung e.V.“: keine Gewaltspiele zu Weihnachten!

Mediengewalt – internationale Forschung und Beratung e.V. www.mediengewalt.eu

Berlin, den 1. Dezember 2019

Keine Gewaltspiele zu Weihnachten! Auch in diesem Jahr erneuert der Verein gegen Mediengewalt seinen Ratschlag an Familien und Politik, keine Gewaltspiele für den Gabentisch der Kinder zu promoten. An der Problematik hat sich nichts geändert, auch Fortnite ist nicht harmlos. Eine Langzeitstudie aus China aus dem Jahr 2018 belegt erneut den Zusammenhang zwischen dem Gewaltkonsum durch entsprechende Games und einer erhöhten Aggressivität jugendlicher Nutzer. Dies kann nachgelesen werden in der Fachzeit­schrift Developmental Psychology 2019, Vol. 55, Nr. 1 auf den Seiten 184-195 (Hg. American Psychological Association). Die Ergebnisse entsprechen wiederum anderen Langzeitstudien, auf die wir bereits aufmerksam gemacht haben und die Sie auf unserer Website verlinkt finden: http://me diengewalt.eu/forschung_laengs.html. Unter anderem sind dort auch Studien unserer Vereinsmitglieder Dr. Rudolf Weiß, Prof. Dr. Günter Huber, Prof. Dr. Helmut Lukesch und dem kürzlich verstorbenen ersten Vorsitzenden Dr. Werner Hopf einsehbar. Der Zusammenhang von politischer Förderung der Gaming-Branche bis hinein in den Digitalpakt Schule ist von uns, wie auch durch das Netzwerk Humane Bildung als das entlarvt worden, was es ist: Wirtschaftsförderung unter dem Feigenblatt der Bildung. Eltern und anderen Erziehenden, vor allem Großeltern, raten wir daher insbesondere in der Weihnachtszeit zur Förderung prosozialer Aktivitäten, zur Ächtung von Gewalt­spielen und grundsätzlich zur Begrenzung der elektronischen Spielezeit. Hinweise dazu gibt es auf unserer Homepage z.B. das „Medientagebuch“ mit einem Ampelmodell, mit dem sie das Gesamtbudget des Medienkonsums ihres Kindes bilanzieren und auch regulieren können. (www.mediengewalt.eu/downloads/Medien tagebuch_zur_Risikobewertung_bei_Grundschulkindern.pdf) Dort finden sie auch Empfehlungen zu kritischer Medienerziehung sowie zu empfehlenswerten Spielen.

Wir bitten Sie, darüber ausführlich zu berichten und stellen uns gerne als Interview­partner und bei Rückfragen zur Verfügung!

Prof. Dr. Sabine Schiffer Dipl. Psych. Thomas Haudel

info@medienverantwortung.de info@mediengewalt.eu

Der Verein Mediengewalt – internationale Forschung und Beratung e.V. (www.mediengewalt.eu) vereinigt Wissenschaftler, die geprüftes Wissen über Medien und deren Wirkung für die öffentliche Debatte zur Verfügung stellen. Damit wird der Kinder- und Jugend­medien­schutz auf der Grundlage des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland, der EU-Kinderrechtskonventionen und der UNO-Charta für Kinderrechte gefördert. Darüber hinaus um­fasst der Vereinszweck die Aufklärung über Medieneinflüsse in der Gesellschaft.

Wenn Firmengelder die Forschung finanzieren

Was wir im Buch schon belegten, wird vom Verein Mediengewalt.eu in ihrem neuesten Blogeintrag mal wieder bestätigt und aktuell nachgewiesen:
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Thinkstock by Getty Images

Interessenvermischungen zwischen Industrie und Forschung – wenn Geld wichtiger ist als Wissenschaft

LobbyControl nimmt in seinem Sonder-Newsletter vom 14. Juli 2017 das Buch von Prof. Christian Kreiß über „Gekaufte Forschung“ (Kreiß, Christian 2015: Gekaufte Forschung – Wissenschaft im Dienst der Konzerne – Irrweg Drittmittelforschung. EUROPA VERLAG Berlin-München-Wien. ISBN: 978-3-944305-72-1) zum Anlass, auf den Einfluss von Konzernen auf Wissenschaft und Hochschulen aufmerksam zu machen. Denn Kreiß geht auf der Basis akribischer Recherchen davon aus, dass mittlerweile der Großteil der Forschung in Deutschland von der Industrie beeinflusst ist. Er stellt die Frage, ob die öffentliche Mission der Hochschulen noch gewährleistet sei. Als zentrales Problem gilt nach Kreiß: wer mit „Drittmitteln Forschung betreibe verliere seine Unabhängigkeit“ denn „geforscht wird, was Geld bringt“.

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