Schlagwort-Archive: Journalismus

Unabhängiger Journalismus – Gaby Weber

Gaby Weber arbeitet schon lange als unabhängige investigative Journalistin auf eigenes Risiko. Wer das unterstützen möchte findet die Information auf youtube im Text unten. Beachtens- und unterstützenswert!
– – –

Dieser Film ist der zweite Teil der Trilogie über die „verlorene Dritte Welt“

Keine Industrie kommt ohne Rohstoffe aus. Und von strategischer Bedeutung sind Kupfer und Lithium. Für die gesamte Palette der Elektronik, für Elektroautos und die Solartechnik. Wichtigster Anbieter von Kupfer war schon immer Chile. Wichtigster Abnehmer ist heute China, mit 55 Prozent der Weltproduktion.
Seit den 60er Jahren versucht der Andenstaat, seine Bodenschätze möglichst vorteilhaft zu vermarkten – so wie es alle Länder der Dritten Welt mit ihren natürlichen Reichtümern getan haben und immer noch tun.
In den 1970er Jahren war die Bewegung bündnisfreier Staaten die Stimme der Dritten Welt, die eine Neue Weltwirtschaftsordnung auf die Agenda der Vereinten Nationen gesetzt hat. Sie forderte gerechte Preise für die Rohstoffe und Weiterverarbeitung vor Ort. Doch nur ein Kartell war erfolgreich, die OPEC. Während der Ölkrise von 1973 vervierfachte sich innerhalb weniger Wochen der Benzinpreis.
Wie lange wird Kupfer frei verfügbar sein – und zu welchem Preis?

 

rbb-Sommerakademie

Bis Ende März können sich interessierte Oberstufenschüler und Studierende noch für die rbb-Sommerakademie bewerben – weitere Infos hier:

rbb Sommerakademie 2017

Du findest Journalismus spannend und möchtest erfahren, wie Online, Radio und Fernsehen funktionieren? Du willst wissen, wie in einer aktuellen Redaktion gearbeitet wird, wie Reportagen und Nachrichten entstehen und Live-Sendungen gemacht werden? Du möchtest entdecken, wie die Vielfalt der Menschen in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg im Programm abgebildet werden kann?

Source: www.rbb-online.de/unternehmen/karriere/einstiegsmoeglichkeiten/schuelerinnen-und-schueler/rbb-sommerakademie-2017.html

Unabhängiger Journalismus in der Anstalt

Seitdem in der ZDF-Sendung „Die Anstalt“ am 29. April 2014 die Verklüngelung von Journalisten und Politikern aufgezeigt wurde, wird diskutiert ob wir nur noch einen Verlautbarungsjournalismus haben, der brav das verkündet, was die Politik verkündet haben möchte?

Dieser telepolis-Artikel über die Machteliten ist lesenswert – und zeigt auf, dass die „Anstalt“  Sendung auf das Buch „Meinungsmacht“ von Uwe Krüger zurückgeht, erschienen 2013 im Halem-Verlag.

Nach Erscheinen des Buches gab es ein leichtes Rauschen im Blätterwald (die FAZ rezensierte, telepolis interviewte, die Nachdenkseiten ebenso, ossietzky und die AG Friedensforschung loben das Buch ebenso wie viele andere), aber eine wirkliche Breitenwirkung? Fehlanzeige.

Das könnte sich jetzt durch „Die Anstalt“ ändern – seitdem wird über Verlautbarungsjournalismus und Gefälligkeitsartikel diskutiert, der Herausgeber der „Zeit“ beschwert sich (getroffene Hunde bellen?), und die Bilderberg-Konferenzen sind plötzlich viel weniger geheim als noch letztes Jahr.

Was lehrt uns das? Skepsis in erster Linie, gegen das was die „großen“ Medien verkünden.
Und Verunsicherung – welchen Nachrichten kann ich trauen? Was erfahre ich gar nicht? Und warum nicht?

Einerseits ist es schade, dass diese Verunsicherung und Skepsis um sich greift – wie schön wäre es, wenn wir wirklich unvoreingenommen, unabhängig und objektiv über Fakten informiert würden – andererseits ist eine kritische Grundhaltung gegenüber dem, was und täglich als Fakten mitgeteilt wird, durchaus sinnvoll. Nur kann wohl kaum jemand die Zeit aufbringen, die Nachrichten auf eventuelle Spins, also Beeinflussungen, sowie Vollständigkeit und Korrektheit zu überprüfen.