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Gesichtserkennung, Iris-Scans, biometrischer Datenabgleich – Haben Sie auch Ihre Kinder so im Blick?

Den Ist-Zustand in den USA beschreibt dieser Artikel der Zeit – es werden recht wahllos Daten gesammelt, Bilder aus nicht näher genannten Quellen in diese Datenbanken integriert, und auf die Art kann jede(r) in das Fahndungsraster geraten ohne darüber überhaupt informiert zu werden.
Zitat:

In der Kritik steht ein Programm namens Next Generation Identification, kurz NGI. Dabei handelt es sich um eine Erweiterung des Integrated Automated Fingerprint Identification Systems (Iafis), das schon jetzt mehr als 100 Millionen Fingerabdrücke umfasst. Das NGI soll diese Datenbank ausbauen, und zwar mit weiteren biometrischen Daten: Es geht um Handflächen- und Iris-Scans, sowie eben um die Möglichkeit einer umfassenden Gesichtserkennung.

Alle Daten fließen in einer zentralen Datenbank zusammen, die von insgesamt 18.000 Strafverfolgungsbehörden auf lokaler, bundesstaatlicher und auf Bundesebene in den USA genutzt wird. Wie aus den Unterlagen hervorgeht, könnte die Datenbank bis zum Jahr 2015 rund 52 Millionen Fotos zur Gesichtserkennung enthalten; 55.000 Bilder können pro Tag neu eingestellt werden, heißt es in der Pressemitteilung der EFF.

Langfristig wird diese Vorgehensweise dazu führen, dass jede(r) Einzelne von uns als mögliche(r) Kriminelle(r) angesehen und, bis zum Nachweis der Unschuld, als solche(r) behandelt wird. Das ist die Umkehr des rechtsstaatlichen Grundprinzips der Unschuldsvermutung.

Durch die Gesichterkennungssoftware können Internetseiten nach Fotos durchsucht und diese in die Datenbank einsortiert werden. Ohne dass der/die Betroffene davon überhaupt erfährt.
Und wann haben Sie das letzte Foto von sich und/oder Ihren Kindern bei Facebook, Instagram, Twitter oder einer anderen Plattform gepostet?