Schlagwort-Archive: Schulen

Fiktion und Realität am Beispiel Stuttgart

Die Realität der Digitalisierung von Schulen sieht so aus, wie sie die Stuttgarter Nachrichten schildern: Glückssache.
Wenn die Grundvoraussetzungen wie eine Elektroverkabelung die den Anforderungen genügt  und eine ausreichende Internetanbindung der Schule geschaffen sind, kann über die Umsetzung in den Klassen nachgedacht werden.

Der Stuttgarter Plan sieht vor, das in 10 Jahren umgesetzt zu haben. Angesichts der Entwicklung von Hard- und Software in den letzten 10 Jahren ist fraglich, wie zukunftsfähig der heutige Stand ist – und ob er anpassbar an die Anforderungen der nächsten Dekade(n) sein kann?
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Digitalisierung an Stuttgarter Schulen: Mehr Tempo, bitte

Digitalisierung an Stuttgarter Schulen: Mehr Tempo, bitte

Kreidetafel oder W-Lan und Tablets für alle? Das ist an Stuttgarter Schulen immer noch Glückssache -€“ sollte es aber im Sinne der Chancengleichheit nicht sein, findet Redakteurin Inge Jacobs.

Stuttgart hat Großes vor. Die Landeshauptstadt will allen städtischen Schulen einen digitalen Vollanschluss verpassen. Nicht gleich, sondern nach und nach. Bis in zehn Jahren, so der optimistische Plan, soll dann auch die letzte Schule komplett onlinefähig sein – so, wie es der Bildungsplan und die Multimedia-Empfehlungen seit 2016 vorsehen. Natürlich funktioniert das nur, wenn auch der Gemeinderat diesen Plänen folgt. Und immer noch fehlt eine verlässliche Förderzusage von Bund und Land.

Source: www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.digitalisierung-der-stuttgarter-schulen-mehr-tempo-bitte.b00f8652-4ac4-405f-a17f-dc9538731955.html

Voraussetzungen für den Digitalpakt

Herr Breier bringt die richtigen Punkte in die Diskussion um den Digitalpakt, es fehlen bisher nämlich immer noch diverse grundlegende Voraussetzungen, um diesen überhaupt umsetzen zu können.
Natürlich sollte man dabei nicht vergessen, dass er der Vertriebsleiter einer Firma ist, die Lernsoftware, Whiteboards usw. für Schulen anbietet, und man wohl ein gewisses Eigeninteresse annehmen darf.
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Diskussionsbeitrag von Martin Breier – Netzwerk Digitale Bildung

Martin Breier, Vertriebsleiter Digitale Bildungslösungen bei SMART Technologies, zeigt auf, vor welchen Herausforderungen Schulen bei IT-Ausstattung stehen.

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  • Die Schulen brauchen tragfähige, pädagogische Konzepte für den Einsatz von neuen Medien im Unterricht. Ohne sie nützt die modernste IT-Infrastruktur wenig.
  • Es fehlen noch immer gemeinsame und verbindliche (Qualitäts-)Standards für die digitale Infrastruktur der Schulen, an denen sich Lehrkräfte und IT-Beauftragte orientieren könnten. Darunter fallen dringliche Fragen zum Thema Datenschutz und Datensicherheit, aber auch zu einem jugendschutzkonformen WLAN-Zugang für alle oder passenden Cloud-Angeboten für Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler.
  • Schulen brauchen mehr professionellen IT-Support. Laut einer Umfrage der „Initiative D21“ kümmern sich an sieben von zehn Schulen immer noch Lehrkräfte um die Wartung der Geräte, oftmals als „Nebenbeschäftigung“. Nur ein Drittel hat eine IT-Fachkraft, die das Kollegium unterstützt. In jedem mittelständischen Betrieb mit vergleichbarer Größe gibt es eine eigene IT-Abteilung, warum nicht auch an deutschen Schulen?
  • Auch der Bedarf an flächendeckenden Fortbildungsangeboten für alle Lehrkräfte ist nach wie vor groß. In der D21-Umfrage gaben sechs von zehn Lehrerinnen und Lehrern an, digitale Medien im Unterricht nur bedingt einzusetzen – vor allem, weil ihnen das Wissen über die Funktionsweise und die didaktische Einsetzbarkeit fehle.
  • Das Thema Beschaffung ist eine Wissenschaft für sich, auf die viele der Verantwortlichen sich nicht hinreichend vorbereitet fühlen. Welche Überlegungen stehen an, wie vergleicht man Angebote, was muss bei einer Entscheidung berücksichtigt werden? Wer sollte in den Prozess eingebunden sein?

Werden diese Herausforderungen nicht bald auf höherer Ebene angegangen, ist es für Lehrkräfte kaum möglich, den Pioniergeist auszuleben und die Potentiale Digitaler Bildung auszutesten.

Source: www.netzwerk-digitale-bildung.de/diskussion/diskussionsbeitraege/diskussionsbeitrag-von-martin-breier/

Computer im Unterricht: „Ich setze Elektronik immer seltener ein“

Spiegel Online hat Lehrer befragt, ob und wie sie im Unterrichtsalltag digitale Medien nutzen. Die Antworten zeigen deutlich, wo die Probleme liegen, und wir zweifeln stark, ob das mit den Milliarden aus dem Digitalpakt besser wird. —

Computer im Unterricht: „Ich setze Elektronik immer seltener ein“ – SPIEGEL ONLINE

Warum spielen Tablets und Laptops in der Schule keine Rolle? Drei Lehrer erzählen: Von abstürzendem Unterricht, überlasteten Administratoren und von Smartboards, die vom Denken ablenken.

Source: www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/lehrer-warum-computer-im-unterricht-so-selten-eingesetzt-werden-a-1122491.html

Leitfaden Social Media für Lehrer und Schulleitungen

Dass Bedarf besteht an Leitlinien, wie in der Schule mit Social Media umgegangen werden soll, ist unbestritten. Nur gibt es zumindest in Deutschland nichts Offizielles, jede Schule kann sich ihre eigenen Richtlinien geben und tut dies auch. Diese beschränken sich meist darauf, ein Verbot von Handys auf dem Schulgelände auszusprechen, was in erster Linie die Schülerschaft betrifft.
Aber wie gehen Lehrpersonen mit Social Media um, was gibt es für sie als Lehrende zu beachten, welche Herausforderungen und Risiken gibt es und wie reagiert man darauf?

Diese Fragestellung soll jetzt ein Leitfaden Social Media beantworten, der von den drei Berufsverbänden der Lehrerschaft in Deutschland, Österreich und der Schweiz gemeinsam herausgegeben wurde. Darüber berichtete bildungsklick.de am 25. September in einem Artikel.

Der Leitfaden kann hier als pdf heruntergeladen werden,