Archiv der Kategorie: Blog

Spielsucht bei Computerspielen – zwei Minderjährige verklagen Epic Games

Das Spiel Fortnite von Epic Games soll absichtlich so entwickelt worden sein, dass es süchtig macht. Zwei Minderjährige in Kanada verklagen nun den Konzern. Bei Online-Games kann nicht nur die Sucht zum Problem werden, durch versteckte Kosten geraten Süchtige auch finanziell in Bedrängnis.

Video mit Einschätzung und Tipps gegen Spielsucht eines Experten auf der Website.

HateAid – Hilfe gegen Hass im Netz

Die Organisation HateAid hilft nicht nur Betroffenen von Hass im Internet, sie klärt auch darüber auf, wie er funktioniert: „HateAid klärt über die gesamtgesellschaftlichen Gefahren für Demokratie und Meinungsfreiheit auf. Wir stärken diejenigen, die Gewalt im Netz ausgesetzt sind, und zeigen potentiellen Täter*innen, dass ihre Taten Konsequenzen haben. Wir schützten dadurch den Erhalt unserer Demokratie.“ Mehr Informationen gibt es auf ihrer Website:

Cybermobbing unter Kindern und Jugendlichen

An der Freien Universität Berlin wurde im August das Projekt „Blurred Lives“ vorgestellt – eine Studie, die sich mit dem Problem Cybermobbing bei sozioökonomisch benachteiligten Jugendlichen beschäftigt. Die Berliner Jugendlichen scheinen dabei im europäischen Vergleich sowohl vermehrt Opfer also auch Verursacher*innen von Cybermobbing zu sein. Ein Problem, dem unbedingt mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte, finden die befragten Jugendlichen. Hier der Artikel des Tagesspiegels:

Das Thema künstliche Intelligenz – von KiKa für Kinder aufbereitet

Ist es möglich, Computern Fairness beizubringen? Können Algorithmen zu einer fairen Bewertung von Leistung beitragen? Oder sogar bei Gerichtsprozessen helfen? KiKa hat das Thema mit und für Kinder aufbereitet.

https://https://www.kika.de/erde-an-zukunft/sendungen/sendung112948.html

Pressemitteilung: Keine Gemeinnützigkeit für eSport

Pressemitteilung vom 26.08.2019 zum Gutachten von Prof. Fischer gegen die Gemeinnützigkeit von eGaming

Das Institut für Medienverantwortung und der Verein Mediengewalt – internationale Forschung begrüßen das kritische Gutachten von Prof. Dr. Peter Fischer und erneuern ihre Forderung, das für die IT-Branche betriebene Lobbying innerhalb wie außerhalb des Bundestages endlich einzustellen.

Der Deutsche Olympische Sportbund hat ein Gutachten zum Thema eGaming und Ge-meinnützigkeit in Auftrag gegeben und am 10. August 2019 das Ergebnis erhalten. Prof. Dr. Peter Fischer, Rechtanwalt und Vorsitzender Richter am Bundesfinanzhof , hat die ökonomischen wie bildungspolitischen Voraussetzungen zur angestrebten Anerkennung des sog. eSports untersucht und kommt zu einem vernichtenden Urteil – die Kriterien für eine Gemeinnützigkeit sind nicht erfüllt.


Warum könnte der DOSB etwas gegen die Anerkennung von eGaming als gemeinnütziger Sportart haben?, mag sich der Laie fragen, der gerne für sein Kind steuerbegünstigte Vereinsbedingungen hätte. Tatsächlich würden viele Vereine gerne ihr Portfolio in Richtung Computerspiele steuerbegünstigt erweitern. Aber aus Sicht des Sportverbands würde eine solche Anerkennung den Sportbegriff verwässern. Dies bestätigt das Gutachten.

Da für uns, als im Bereich Medienbildung tätige Organisationen, besonders der Aspekt der pädagogischen und bildungspolitischen Fragen von Bedeutung ist, weisen wir auf zentrale Stellen im Gutachten hin und untermauern damit unsere Forderung die Bildungsaspekte in den Vordergrund und die Technisierungsaspekte in den Hintergrund zu stellen, bzw. diese an den Vorgaben und Bedingungen für erfolgreiches Lernen auszurichten.

Prof. Fischer entlarvt fast beiläufig die PR-Strategien der Computerbranche und ihrer Für¬sprecher – etwa, wenn er die Instrumentalsierung von Zielen wie „Bildung“, „Jugendkultur“ und „Medienkompetenz“ entblößt. Damit liefert der Gutachter selbst einen Beweis für die Medien¬¬kompetenz, die wirklich angestrebt sein sollte und die nicht im Fokus der Industrie und ihrer Lobbyisten steht. Der Verfasser des Gutachtens weist auf fehlende Kernaspekte von gesundheitsförderndem Sport in Bewegung, auf die Bevorzugung von Gewalt- statt Sportspielen sowie auf eine in diesem Zusammenhang attestierte Suchtgefahr hin.

Auch dem verbreiteten Trick, für die Digitalisierung als Bildungschance zu werben, erteilt der Experte eine Absage:
„Auch in der aktuellen Bildungspolitik spielen die Anforderungen einer ständig zunehmend digitalisierten Gesellschaft eine Rolle. (…) Dadurch, dass man einem Erstklässler ein Tablet in die Hand drückt, will man sich davon dispensieren, ihm die existenznotwendigen Kulturfertigkeiten beizubringen: Rechtschreibung in flüssiger Schreibschrift, Kopfrechnen, die Fähigkeit, sich mündlich und schriftlich gramma¬tikalisch korrekt auszudrücken und ein Gedicht auswendig zu lernen. Das Stichwort der Digitalisierung ist Blendwerk, weil damit Anderes gemeint ist als das Herum¬wischen auf einem Bildschirm.“

Hiermit geht der Gutachter über das Anliegen der Lobbyisten, eGaming als Teil einer not-wendigen Digitalisierung zu erachten, hinaus und weist auf das Problem der zu frühen Einführung technischer Hilfsgeräte hin, die Kinder in sensiblen Entwicklungs¬phasen auf¬grund der einfachen Bedienung – Stichwort: Sprachdienste – vom Erlernen grundlegender Kultur¬techniken abhalten und damit echte Bildung behindern.

Wir veröffentlichen diese Erklärung in großer Trauer um den Vorsitzenden des Vereins gegen Mediengewalt, Dr. Werner Hopf, der kürzlich unerwartet verstarb. Damit bezeugen wir gleichzeitig unsere Bereitschaft, in seinem Sinne den Kampf um die sozial-wirksame Bildung fortzuführen.

Prof. Dr. Sabine Schiffer                                             Prof. i.R. Dr. Dr. Günter Huber

Institutsleitung                                                               2. Vorsitzender

Institut für Medienverantwortung                              Mediengewalt – internationale Forschung e.V.

Wenn Kinder fragen…

… hinter die Computer-Kulissen gucken für die Kleinsten. Ein Ansatz aus Finnland. Die Autorin weist darauf hin, dass man auch vor der Einführung von Technik anhand etwa von Kuchenrezepten bereits Lehrinhalte über Algorithmen und Progarmmieren vermitteln kann – wenn Eltern das wissen …

Programmier dir deine welt | Hello Ruby

Programmier dir deine welt | Hello Ruby

Mit Hello Ruby kann man auf die wohl wundersamste Weise der Welt etwas über Computer, Technik und Codes lernen.

Quelle: www.helloruby.com/de

Debatte über Bildung und Digitalisierung

… was nicht verwechselt werden darf.  Nachhörenswert! Es bedarf eines pädagogischen Konzepts… Unsere Rede!

DUISBURGER RATHAUSGESPRÄCHE | DIGITALISIERUNG DER BILDUNG | 7. OKTOBER 2018

DUISBURGER RATHAUSGESPRÄCHE | DIGITALISIERUNG DER BILDUNG | 7. OKTOBER 2018

Die „Duisburger Rathausgespräche“ feiern Premiere bei STUDIO 47! Das Thema der ersten Talk-Runde: „Digitalisierung der Bildung“. Zu Gast …

Quelle: www.youtube.com/watch?v=VGmuP3V-jBc

Programmierte Suchtgefahr

Lange hat man sich gewehrt, die Warnenden diffamiert, aber es gibt sie – die erhöhte Suchtgefahr durch die Nutzung mobiler Medienangebote… und eine Diagnose für Mediensucht gibt es nun auch seit einigen Jahren. Deshalb nicht verwunderlich, dass sich die Krankenkassen der Thematik annehmen, denn sie tragen die Last dessen, womit große Anbieter ihre Gewinne machen. Hausaufgaben für Eltern und Schulen …

Social-Media-Sucht

Social-Media-Sucht

Internetsucht: Woran erkennt man sie? Wie können Eltern clever Grenzen setzen? Was hilft? DAK-Experten beantworten die wichtigsten Fragen. Erfahren Sie mehr!

Quelle: www.dak.de/dak/gesundheit/social-media-sucht-1968334.html

Pressemitteilung des IMV zum Digitalpakt anlässlich des 10-Jährigen Bestehens des Vereins gegen Mediengewalt

Pressemitteilung, 20.04.2018

anlässlich des Vortrags von Prof. Dr. Sabine Schiffer auf der Jahreshauptver­samm­lung des Vereins „Mediengewalt Internationale Forschung und Beratung e. V.“ www.mediengewalt.eu zu seinem 10-jährigen Bestehen

 

Damit aus dem Digitalisierungs- ein Bildungspakt wird!

„Inhalte mit Sinn und Verstand für die (Medien-)Bildung statt Wirtschaftsförderung für die IT-Branche“ fordert Prof. Sabine Schiffer bei Ihrem Vortrag, so wie auch im Buch „Bildung und Medien“, das in Zeiten der Digitalisierung aktueller ist denn je. www.generationmedien.de

Das modern klingende Schlagwort „Digitalisierung“ verschleiert die Ärmlichkeit der Ausstattung des Projekts durch die politisch Verantwortlichen. Zwar klingen 5 Mrd. € nach viel Geld, aber aufgeteilt auf Länder und Kommunen wird bald klar, dass das für die Träger von Schulen und Bildungseinrichtungen ein Draufzahlgeschäft wird. Ein Draufzahlgeschäft wird es auch für Pädagogen und Lehrkräfte, denn an­gesichts eines mangelnden Lehrplans sowie nicht vorhandenem (evaluiertem) didak­tischem Material ist gar nicht klar, was genau wie gemacht werden soll. Den erfahreneren Kolleginnen schwant freilich, dass es nicht um Wischkompetenz auf Tablets gehen kann, sondern um Inhalte gehen muss.

Die letzten in der Kette des Draufzahlgeschäfts sind die Kinder, denn nicht von unge­fähr belegen unabhängige Langzeitstudien die Schädlichkeit von internetaffinen End­geräten im Bildungsbereich – so dass in den Vorreiterländern USA und Australien und neuerdings auch in den Niederlanden die gehypten Laptop-Klassen schon wieder abgeschafft werden. Das hindert unsere Regierung nicht daran, sich bei diesem Thema in die Länderhoheit einzumischen und die Wirtschaftsförderung für die IT-Branche voranzutreiben, die den Großteil der Mittel einstreichen wird.

Statt einem „Digitalen Bildungspakt“, der vom Softwareunternehmen Microsoft initi­iert wurde, brauchen wir einen Bildungspakt, der die kindliche Entwicklung und die  gesellschaftliche Verfasstheit in den Vordergrund stellt. Wirtschaftsinteressen  ändern sich, Bildungsinhalte, kognitive und soziale Prozesse menschlichen Lernens nicht. Technische Hilfsmittel lösen hier keine „Bildungsrevolution“ aus, können aber bei wohlüberlegter Analyse ihren Beitrag zu einer sinnvollen Evolution leisten. [1]

Grundlage für die Integration von digitalen Medien in Lehr- und Lernprozesse muss eine sorgfältige und kritische pädagogisch-didaktische Analyse des möglichen Bei­trags ALLER Medien und ihrer Nutzungsformen in verschiedenen Fächern sein. Als Ergebnis sollte ein Fach Medienbildung den generellen Leitfaden bereitstellen und sich dabei parallel zu anderen Fächern an der kindlichen Entwicklung (des Gehirns) und unserer demokratischen Gesellschaftsordnung orientieren.

Neben der Berücksichtigung unabhängiger Studien zur Auswirkung von Medien­gewalt bedeutet dies auch, weitere Inhalte in den Bildungskanon aufzunehmen, die zu einer Auseinandersetzung mit Meinungsbildungsprozessen in einer Demokratie befähigen. Wenn man die breite Palette notwendiger Inhalte eines solchen Fachs diskutiert – von einfachen Fragen, welche Medien denn überhaupt eine Rolle spielen, über Fragen nach Herstellung und Rezeption von Medieninhalten bis hin zur Mani­pulation durch Medien – sollte auch den politischen und kommerziellen Verfechtern des „Digitalpakts“ klar werden, dass man das Pferd nicht „vom Schwanz her aufzäumen“ kann. Nur mit Hilfe sachzentrierter Analyse und Diskussion ist sicherzustellen, dass ein umfassendes Projekt Medienbildung sich in eine päda­gogisch wünschenswerte Richtung bewegt.

 

 

[1] siehe auch: www.aufwach-s-en.de Eintrag vom 27.06.2017 Bündnis für Humane Bildung; www.generationmedien.de; Lembke, Gerald und Leipner, Ingo: Die Lüge der digitalen Bildung (Redline Verlag 2015); Burchardt; Matthias: Lehren und Lernen im Zeichen der Digitalisierung