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Gamification

Man hört oder liest häufiger mal das Wort „Gamification“, oft im Zusammenhang mit etwas Spielerischem, etwas, das Spaß macht. Aber was ist eigentlich die genaue Bedeutung von Gamification?

Gamification-Definitionen

Breuer (2011 2) definiert Spielifizierung beispielsweise als:

[…] die Verwendung von spieltypischen Mechaniken außerhalb reiner Spiele, mit dem Ziel, das Verhalten von Menschen zu beeinflussen.

Weitere Definitionsansätze in der meist englischsprachigen Literatur zum Begriff Gamification sind u.a.:

  • „use of game design elements in non-game contexts“ (Deterding, Khaled, Nacke & Dixon, 2011 3)
  • „the use of features and concepts (e.g. points, levels, leader boards) from games in non-game environments, such as websites and applications, in order to attract users to engage with the product“ 4
  • „using game-based mechanics, aesthetics and game thinking to engage people, motivate action, promote learning, and solve problems“ (Kapp, 2012 5)
  • „a design strategy primarily employed to drive engagement with a service“ (Fitz-Walter & Tjondronegor, 2011 6)

Es geht also um den Einsatz spieltypischer Mechanismen (oder im Englischen „Game Mechanics“) wie Erfahrungspunkte, Orden oder Ähnliches „außerhalb reiner Spiele“, z. B. in Geschäftssoftware, in E-Commerce-Angeboten oder in anderen Bereichen, die augenscheinlich sehr wenig mit Spielen zu tun haben. Durch die Integration der Spielelemente sollen die Nutzer motiviert werden, mehr oder länger mit dem Produkt oder Service zu arbeiten, als sie das ohne die Spielelemente gemacht hätten.

Quelle: http://www.soziotech.org/gamification-steigerung-der-nutzungsmotivation-durch-spielkonzepte/#note-3483-2

Gamification wird in der Pädagogik angewandt (Lernspiele), aber auch z.B. von Microsoft als Tutorial und Problemlösung für Software (Ribbon Hero für Office) oder SAP auf der firmeneigenen Wissensplattform.

Und natürlich wird mit Gamification auch Wahlkampf gemacht, schließlich ist es eine Methode, um Menschen zu beeinflussen, die diesen auch noch Spaß macht. Im letzen US-Wahlkampf wurde es von beiden Kandidaten genutzt, um Wähler zu mobilisieren, und vermutlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis dieser „Wahlkampf als Spiel“ auch zu uns kommt.

Ein letzter Artikel noch, zwar schon von 2011 aber nicht minder aktuell, der die bevorstehende Entwicklung kritisch beleuchtet:

Die Welt verbessern als Gesellschaftsspiel – Data Blog

Die erschreckenste Gesellschaftsvision, die ich in den letzten Jahren gehört habe, stammt von einem Gamedesigner. Ihr Kern ist das derzeit hoch gehandelte Prinzip der „Gamification„.
Ins Deutsche lässt sich das nur unschön als „Spielifizierung“ übertragen. Der Begriff meint, dass Mechaniken aus Computerspielen genutzt werden, um Menschen zur Teilnahme an den unterschiedlichsten Dingen zu motivieren.

Source: blog.zeit.de/open-data/2011/03/16/gamification-ueberwachung-politik/

Marcel H: computer- und spielesüchtig

Und wieder jemand, bei dem Computer- und Internetsucht und Spielsucht in Verbindung mit einer wohl bereits vorhandenen Labilität zur Katastrophe führten.

Seit langem werden strengere Auflagen für die Computerspieleindustrie gefordert, bessere Früherkennung und Prävention von Abhängigkeit, mehr Therapiemöglichkeiten für Computersüchtige – bislang ergebnislos.
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Stellungnahme der Ermittler: Mutmaßlicher Täter von Herne soll aus Mordlust gehandelt haben – SPIEGEL ONLINE

Der mutmaßliche Kindsmörder von Herne soll seine beiden Opfer mit jeweils mehr als 50 Stichen getötet haben. Laut Staatsanwaltschaft hat der 19-Jährige ein umfassendes Geständnis abgelegt.

Es handele es sich um einen „in vielerlei Hinsicht ungewöhnlichen, gefährlichen und brutalen Täter“, sagte der Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange. Das Motiv für den Kindsmord war demnach Mordlust; ein Sexualdelikt schließen die Ermittler aus.

Heße sei computer- und videospielsüchtig gewesen, sagte der Leiter der Mordkommission Bochum, Klaus-Peter Lipphaus. Er verhalte sich emotionslos und eiskalt in den Vernehmungen, rede aber viel.

Source: www.spiegel.de/panorama/justiz/herne-mutmasslicher-taeter-marcel-hesse-soll-aus-mordlust-gehandelt-haben-a-1138276.html

rbb-Sommerakademie

Bis Ende März können sich interessierte Oberstufenschüler und Studierende noch für die rbb-Sommerakademie bewerben – weitere Infos hier:

rbb Sommerakademie 2017

Du findest Journalismus spannend und möchtest erfahren, wie Online, Radio und Fernsehen funktionieren? Du willst wissen, wie in einer aktuellen Redaktion gearbeitet wird, wie Reportagen und Nachrichten entstehen und Live-Sendungen gemacht werden? Du möchtest entdecken, wie die Vielfalt der Menschen in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg im Programm abgebildet werden kann?

Source: www.rbb-online.de/unternehmen/karriere/einstiegsmoeglichkeiten/schuelerinnen-und-schueler/rbb-sommerakademie-2017.html

Und jetzt die „Best Ager“

Die Bevölkerungsgruppe der Kinder und Jugendlichen wird mit medienpädagogischen Angeboten bereits gut abgedeckt (ob diese nun sinnvoll sind oder nicht), jetzt geraten die Älteren ab 50  als sog. „Best Ager“ in den Fokus.

Schließlich ist die Altersgruppe der ab-50jährigen durchaus kaufkräftig, wie die Webseite www.deutscheseniorenwerbung.de richtig erkannt hat. Sie haben Zeit und finanzielle Möglichkeiten, und jetzt bringt die Medienanstalt MV einen „Medienkompass für Ältere“ heraus.

Es geht u.a. um Smartphones als Reisebegleitende, um Chats und Blogs zur Kommunikation mit anderen, um Online-Tauschbörsen, um Gesundheits-Apps, um virtuelle Sprechstunden bei Ärztinnen und Ärzten, um Online-Partnerportale oder um die Audio-Aufzeichnung der eigenen Lebensgeschichte.

Ältere Menschen sollen also ebenfalls möglichst digital kommunizieren – und viele werden dafür erst einmal konsumieren müssen, sich Geräte und Zubehör anschaffen, um das überhaupt zu ermöglichen. So völlig uneigennützig erscheint uns das nicht…
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Und wie erkennt man nun Fake News?

Der Begriff „Fake News“ begegnet dem aufmerksamen Nachrichtenleser mittlerweile täglich, aber wie erkennt man denn nun eigentlich Fake News und kann dubiose von seriösen Quellen unterscheiden?

Die private Intitiative Mimikama / ZDDK (Zuerst Denken Dann Klicken) hat eine Checkliste:

So hilfst Du Dir: Fake-News erkennen!

Fake-News, ein Begriff, der nun auch im deutschsprachigen Raum angekommen ist. Die Aufgabe, vor der nun die Nutzer sozialer Netzwerke stehen, liegt in der Differenzierung zwischen seriösen und echten News zu erfundenen Inhalten.

Source: www.mimikama.at/allgemein/fake-news-erkennen/

Und wieder die immergleiche Forderung

Gefordert wird sie schon lange, die umfassende Medienbildung für Schüler, die Bestandteil des Lehrplans werden muss. Auch von uns.
Und es wurde viel geschrieben dazu, nur passiert ist sehr wenig. Ob es sich mit diesem Artikel ändert?
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Kommentar – Bringt den Schülern endlich Medienkompetenz bei!

Es muss viel mehr für die digitale Bildung junger Leute getan werden. Dort entscheidet sich, wie es mit dem Standort Deutschland weitergeht.

Source: www.sueddeutsche.de/bildung/kommentar-schulen-muessen-nachsitzen-1.3375869

Laut und freundlich

Das „Bundestrollamt für gegen digitalen Hass“ ist ein Projekt der Neuen deutschen Medienmacher und setzt sich gegen Hate Speech ein – es zeigt Beispiele, und auch Kontermöglichkeiten. Und das alles auf eine sehr humorvolle Weise – ansehen und weiterverbreiten!

NO HATE SPEECH

Europaweite Kampagne des Europarates gegen Hassreden im Netz. Das #NoHateSpeech Movement macht klar, dass wir das Netz keineswegs denen überlassen, die pöbeln, hetzen, diskriminieren. Wir zeigen uns, damit die Betroffenen nicht allein sind.

Source: no-hate-speech.de/

Digitalisierung und schulische Bildung

Prof. Dr. Dr. Spitzer von der Psychiatrischen Universitätsklinik & Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen der Universität Ulm war im Oktober 2016 im Hessischen Landtag.
Eingeladen hatte ihn die Enquetekommission „Kein Kind zurücklassen – Rahmenbedingungen, Chancen und Zukunft schulischer Bildung in Hessen“, Thema der Anhörung war die Digitalisierung.

Prof. Spitzer hat dem Institut für Medienverantwortung (IMV) freundlicherweise das Protokoll dieser Anhörung zur Verfügung gestellt, das wir als Gastbeitrag auf der Webseite veröffentlicht haben. Hier geht es zu den Gastbeiträgen.

Ein Zitat aus dem Protokoll:

6. Können digitale Medien die digitale Spaltung (digital divide) überwinden helfen und
Bildungschancen von Kindern/Jugendlichen aus bildungsfernen Schichten erhöhen?

Man findet sehr oft die Behauptung, dass digitale Medien die Bildungschancen aus
bildungsfernen Schichten erhöhen würden. Das Argument klingt zunächst pausibel: Wenn
erst einmal jeder das Wissen der Welt mittels eines digitalen Endgeräts und
Internetanschlusses zur Verfügung hätte, dann wäre Bildungsungerechtigkeit damit im
Wesentlichen abgeschafft. Leider wird dieses Argument durch empirische Befunde nicht
gestützt. Es ist und bleibt Wunschdenken!
Es gibt eine ganze Reihe von Studien die gezeigt haben, dass der Einsatz digitaler Medien
gerade schwache Schüler noch weiter schwächt. Starke Schüler werden durch digitale
Medien entweder gar nicht oder nur wenig in ihren Lernleistungen beeinträchtigt, schwache
Schüler hingegen sehr wohl. Eine im Jahr 2014 erschienene große Studie aus den USA
zeigt: „We demonstrate that the introduction of home computer technology is associated with
modest, but statistically significant and persistent negative impacts on student math and
reading test scores. Further evidence suggests that providing universal access to home
computers and high-speed Internet access would broaden, rather than narrow, math and
reading achievement gaps“ (Vigdor et al. 2014, S. 1103).

Weiterlesen hier in der pdf

 

Safer Internet Day 2017

Heute ist Safer Internet Day, dieses Jahr mit dem Schwerpunkt Cybermobbing und vielen Veranstaltungen rund um Prävention, Konsequenzen, Hilfeangebote für Betroffene.

Das im untenstehenden heise-Artikel gelobte Klicksafe als Initiator und Koordinator des Safer Internet Day hält allerdings nicht nur Lösungselemente vor, sondern ist auch ein Teil des Problems.
Der Klicksafe- Ansatz, dass Kinder so früh wie möglich mit dem Internet vertraut gemacht werden müssen, entspringt dabei wohl vor allem den Wünschen der sponsernden Industrie – Microsoft, ProSiebenSat.1, o2 und SuperRTL finden sich unter anderem in der Liste der Kooperationspartner.
Mehr dazu lesen Sie im Buch Bildung und Medien.
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Safer Internet Day 2017: Vereint für ein besseres Internet

Am weltweiten Tag für das sichere Internet wird in Deutschland das Thema Cybermobbing in den Vordergrund gestellt. Besonders betroffen sind Jugendliche, an die sich verschiedene Angebote richten.

Source: www.heise.de/newsticker/meldung/Safer-Internet-Day-2017-Vereint-fuer-ein-besseres-Internet-3618760.html

Test – Wie fit sind Sie in der Quellenprüfung?

Ein lehrreiches Quiz zur Quellenprüfung – stellen Sie sich vor, Sie sind Journalist…..
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Die richtigen Quellen …: Damit die Nachricht stimmt | BR.de

Stell Dir vor, Du bist Journalist. Jeden Tag bekommst Du Tipps, Meldungen und Informationen aus den unterschiedlichsten Quellen. Doch diese Infos kannst Du nicht einfach weitergeben. In diesem Quiz lernst Du, wann welche Quelle die beste ist.

Source: www.br.de/sogehtmedien/stimmt-das/quellen/index.html